Lesen: Streik Einzelhandel: Verdi ruft in NRW zu Warnstreiks am Freitag auf

Streik Einzelhandel: Verdi ruft in NRW zu Warnstreiks am Freitag auf

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hat Beschäftigte im Einzel-, Groß- und Außenhandel bundesweit für Freitag zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. In Nordrhein-Westfalen soll der vor allem Kunden in den Geschäften treffen, die am Brückentag zwischen und Samstag einkaufen wollen.

Der Gewerkschaft zufolge müssen Verbraucherinnen und Verbraucher in NRW mit Einschränkungen rechnen. Es könne vereinzelt zu Ladenschließungen kommen, in vielen Streikbetrieben außerdem zu Verzögerungen an den Kassen oder zu unbesetzten Servicetheken. sagte mit Blick auf die Wirkung des Aufrufs: „Verdi wird es nicht schaffen, den kompletten Einzelhandel am Freitag lahmzulegen“.

Für den Tag sind Kundgebungen in Dortmund, Frankfurt am Main, Hamburg und Stuttgart geplant. In Dortmund rechnet Verdi mit rund 2.000 Teilnehmern; der Demonstrationszug soll durch die Innenstadt und vor allem durch die Fußgängerzone führen. Die Gewerkschaft setzt damit bewusst auf Sichtbarkeit in einem Moment, in dem viele Menschen einkaufen gehen dürften.

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Auslöser ist der laufende Tarifkonflikt in Einzelhandel, Großhandel und Außenhandel. Für den NRW-Einzelhandel legten die Arbeitgeber am Mittwoch in der zweiten ein Angebot vor. Verdi NRW lehnt es ab und spricht von einem Abschluss „erneut zu Reallohnverlusten“. begründete die Haltung der Gewerkschaft damit, dass „die Preise steigen weiter, während die Arbeitgeber einen Abschluss unterhalb der Inflation anbieten“. Die Streiks am Freitag seien deshalb „ein klares Signal an die Arbeitgeberseite“.

Verdi fordert für den NRW-Einzelhandel eine Lohnerhöhung um 7 Prozent oder mindestens 225 Euro. Dazu kommen ein auf 14,90 Euro angehobener tariflicher Mindeststundenlohn, der in die Rente eingehen soll, sowie 150 Euro mehr für Auszubildende. Die Tarifverträge sollen eine Laufzeit von 12 Monaten bekommen. Für den Einzelhandel ist die nächste Runde für den 11. Juni 2026 angesetzt, im Groß- und Außenhandel geht es am 18. Mai 2026 weiter.

Der Konflikt zeigt damit vor allem eines: Die Gegenseite ist nach der ersten Bewegung am Verhandlungstisch noch weit von einem Abschluss entfernt. Solange das Angebot der Arbeitgeber aus Sicht von Verdi unter der Inflation bleibt, dürfte der Druck auf den Handel eher steigen als nachlassen.

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