Die Lufthansa Group hat sich 2025 zu einer der am schnellsten wachsenden Netzwerk-Airline-Gruppen Europas nach Umsatz entwickelt. Der Verkehrserlös des Konzerns stieg auf mehr als 32 Milliarden Euro, während die Kapazität in Form von verfügbaren Sitzkilometern im mittleren einstelligen Bereich zulegte.
Gleichzeitig gelang es dem Konzern, die Profitabilität zu verbessern und dennoch mehr Plätze anzubieten. Möglich wurde das nach Konzernangaben durch effizientere Flugzeuge, aufgewertete Bordprodukte und eine engere Abstimmung der Flugpläne auf die Nachfrage auf den Transatlantik-, Europa- und Asienrouten. Die Gruppe arbeitet dabei mit einem Doppelmodell: Die Netzwerkairlines Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines und Brussels Airlines bedienen vor allem Premium-Langstrecken und wichtige europäische Geschäftsverbindungen, während Eurowings auf Punkt-zu-Punkt-Leisure-Verkehr sowie Reisen zu Freunden und Verwandten ausgerichtet ist.
Für Discover Airlines ist das Teil derselben Wachstumslogik. Die Lufthansa Group setzt weiter auf ein Geschäft, das Premium, Freizeitverkehr, Fracht und Technik zusammendenkt, statt nur auf eine einzige Verkehrsart zu vertrauen. Lufthansa Cargo und Lufthansa Technik haben neue Langfristverträge unterzeichnet, ein weiteres Zeichen dafür, dass der Konzern seine Erlösquellen absichert, während er das Streckennetz ausbaut und die Flotte erneuert.
Die Entwicklung bei Lufthansa steht nicht für sich allein. Auch American Airlines, Southwest, Air Canada und LATAM Airlines Group erweitern im Jahr 2025 ihre Netze, erneuern ihre Flotten und treiben digitale Abläufe voran. Air Canada hat mittelfristige Pläne vorgestellt, die bis 2028 Betriebserlöse von rund 30 Milliarden kanadischen Dollar vorsehen, mit einem stärkeren Fokus auf Transatlantikflüge, Verbindungen im Asien-Pazifik-Raum und den Knotenpunkten Toronto, Montreal und Vancouver. Der Carrier will zudem Datenanalysen stärker nutzen, um Flugpläne zu verfeinern und die Auslastung der Flugzeuge zu verbessern. LATAM Airlines Group meldete unterdessen Rekordergebnisse.
Der Unterschied liegt im Tempo und in der Klarheit der Strategie. Lufthansa baut nicht nur Wachstum auf, sondern koppelt es an höhere Effizienz, bessere Flugzeuge und gezieltere Nachfrageplanung. Dass der Konzern für 2026 mit einem Ergebnis über dem Vorjahr rechnet, zeigt: Die Expansion ist kein kurzfristiger Kapazitätsschub, sondern soll sich im Ertrag niederschlagen.

