Die Mein Schiff 5 hat Gibraltar am Montagmorgen nach zwölf Tagen auf See erreicht und zunächst östlich des Hafens geankert, weil der Liegeplatz für große Kreuzfahrtschiffe noch bis 18.00 Uhr von der AIDAcosma belegt war. Erst am Abend konnte das Schiff anlegen. Gegen 02.00 Uhr verließ es den Hafen wieder, nachdem die Crew das Schiff versorgt, Treibstoff gebunkert und zusätzliche Besatzungsmitglieder an Bord genommen hatte.
Es war ein kurzer, aber wichtiger Zwischenstopp auf dem Weg in die neue Saison. Die Mein Schiff 5 soll am Freitag, 15. Mai 2026, in Heraklion auf Kreta in die Sommersaison im östlichen Mittelmeer starten. Dass Gibraltar dabei als logistischer Halt genutzt wird, zeigt, wie eng die Überführung der Flotte getaktet ist, nachdem mehrere Reisen zuvor verschoben worden waren.
Am Dienstagmorgen gegen 06.00 Uhr lief dann die Mein Schiff 4 an denselben Liegeplatz ein und sollte dort nach Angaben der Hafenbehörden ebenfalls versorgt, betankt und mit zusätzlicher Crew bestückt werden. Für das Schiff ist die nächste Station Trieste in Italien, wo es am Sonntag, 17. Mai 2026, erwartet wird; am Dienstagabend um 23.00 Uhr war die Abfahrt für den letzten Abschnitt der Überführung geplant.
Die beiden Anläufe in Gibraltar sind keine Passagierstopps, sondern reine Arbeitseinsätze zwischen den Einsatzgebieten. Sie fallen in eine Phase, in der die gesamte Mein Schiff-Flotte nach nahezu zwei Monaten Stillstand im Orient und zahlreichen Kreuzfahrtabsagen wieder in Bewegung kommt. Die Sommerfahrten im östlichen Mittelmeer und an der Adria beginnen damit mit leichter Verzögerung, aber nun in klarer Reihenfolge.
Für den Konzern ist das der Punkt, an dem die lange Pause praktisch endet: Ab dem kommenden Wochenende soll die komplette Mein Schiff-Flotte wieder im Dienst sein. Nach den Ausfällen der vergangenen Wochen zählt vor allem, dass die Überführungen stehen, die Schiffe versorgt sind und die ersten Reisen der Saison tatsächlich anlaufen können.
