Die Hauspreise in der autonomen Region Madeira sind im April im Jahresvergleich um 11,3 Prozent gestiegen. Ein Haus kostete dort zum Monatsende im Median 3.725 Euro pro Quadratmeter, obwohl die Preise im Quartalsvergleich um 1 Prozent nachgaben.
Der Anstieg zeigt, wie fest der Markt auf der Inselgruppe bleibt. Madeira lag damit auch über dem landesweiten Plus von 10,8 Prozent, während der nationale Median bei 3.121 Euro pro Quadratmeter stand. Wer heute auf Madeira kaufen will, zahlt also weiter deutlich mehr als im Schnitt im Rest des Landes.
Am stärksten zog der Markt in Santana an, wo die Preise binnen eines Jahres um 28,8 Prozent stiegen. Calheta legte um 18,1 Prozent zu, Câmara de Lobos um 14,1 Prozent, Santa Cruz um 12,1 Prozent und Funchal um 9,6 Prozent. Ponta do Sol verzeichnete mit 4,7 Prozent den kleinsten ausgewiesenen Zuwachs unter den Madeira-Gemeinden in der Liste.
Calheta blieb zugleich die teuerste Gemeinde zum Hauskauf auf Madeira. Dort lag der Medianpreis bei 4.066 Euro pro Quadratmeter. In Funchal waren es 3.939 Euro, in Ponta do Sol 3.308 Euro, in Santa Cruz 2.982 Euro und in Câmara de Lobos 2.935 Euro. Santana lag mit 1.959 Euro pro Quadratmeter am unteren Ende der ausgewerteten Gemeinden.
Auch Porto Santo fiel mit einer kräftigen Bewegung auf. Die Hauspreise stiegen dort um 33,7 Prozent und erreichten 3.811 Euro pro Quadratmeter. Damit war die Gemeinde die drittteuerste im Archipel und zeigte, dass die Nachfrage nicht nur auf der Hauptinsel hoch bleibt.
Der April war zudem kein Einzelfall eines breiteren Trends in Portugal. In 15 von 16 untersuchten Bezirks- und Regionalhauptstädten legten die Hauspreise im April 2026 zu, während Vila Real mit minus 0,2 Prozent als stabile Ausnahme galt. Unter den Städten mit den stärksten jährlichen Anstiegen zählte auch Funchal.
Für Käufer auf Madeira bleibt damit vor allem eines klar: Selbst ein leichter Rückgang im Quartal ändert nichts daran, dass der Markt im Jahresvergleich weiter klettert. Solange Calheta an der Spitze bleibt und Santana den Tiefpunkt markiert, zeigt die Insel einen Immobilienmarkt mit breiter Spreizung und anhaltend hohem Preisniveau.
