Wizz Air hat am Dienstag seine Jahresprognose angehoben und erwartet nun für das Geschäftsjahr, das am 31. März endete, ein ausgeglichenes Ergebnis oder einen leichten Gewinn. Noch Ende Februar hatte die Billigfluggesellschaft eine Gewinnwarnung herausgegeben, als die Auswirkungen des US-israelischen Kriegs gegen Iran ihre Verkehrsplanung und ihre Kostenbasis belasteten.
Der Konzern sagte, rasche Gegenmaßnahmen hätten die Folgen höherer Treibstoffkosten und gestrichener Flüge verringert. Wizz Air verlegte betroffene Kapazitäten proaktiv in seine Kernmärkte und meldete zugleich zusätzliche Kapazitäten auf bestehenden und neuen Strecken. Nach Angaben des Unternehmens sieht es für die Hauptreisesaison im Sommer eine starke Nachfrageentwicklung.
Die Anhebung kommt damit nach einer Phase, in der geopolitische Störungen den Flugbetrieb der Branche belastet haben. Wizz Air setzt nun darauf, mit Kapazitätsverschiebungen, neuen Verbindungen und Sonderangeboten die Passagierzahlen im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres zu stützen.
Die Frage ist damit nicht mehr, ob die Belastung im Frühjahr die Lage des Unternehmens dauerhaft verschlechtert hat. Entscheidend wird, ob die Nachfrage im Sommer und die geplanten Sonderangebote ausreichen, um die Bilanz nach der Warnung von Ende Februar zu stabilisieren. Wizz Air will die vollständigen Jahreszahlen am 11. Juni vorlegen.
