Thomas Müller steht in der Gehaltsliste der Major League Soccer auf Rang neun. Der 36 Jahre alte Deutsche verdient bei den Vancouver Whitecaps seit August 2025 rund 4,26 Millionen Euro Fixgehalt pro Jahr und ist damit der bestplatzierte deutsche Spieler im Liga-Ranking.
An der Spitze steht Lionel Messi bei Inter Miami mit einer garantierten Jahresgrundvergütung von 25 Millionen US-Dollar, die durch garantierte Zusatzleistungen auf rund 28,33 Millionen US-Dollar steigt. Müller liegt damit klar hinter dem Argentinier, aber vor anderen Namen aus der Liga, die in Deutschland gut bekannt sind: Heung-min Son kommt auf rund 8,85 Millionen Euro, Hany Mukhtar auf 4,6 Millionen Euro und Timo Werner auf 3,66 Millionen Euro.
Die Zahlen stammen aus dem Gehaltsbericht der Spielergewerkschaft der MLS und zeigen, wie unterschiedlich die Vergütung in der Liga ausfällt. Die Liste vergleicht garantierte Jahresgehälter und berücksichtigt in einigen Fällen auch garantierte Zusatzleistungen. Genau das erklärt, warum einzelne Werte auf dem Papier kleiner wirken können, als der Marktwert eines Profis vermuten lässt.
Das gilt auch für Marco Reus. Der 2024 zu den LA Galaxy gewechselte Offensivspieler kommt in der laufenden Saison in zwölf MLS-Einsätzen auf vier Tore und vier Vorlagen, sein garantiertes Jahresgehalt liegt aber nur bei 604.364 US-Dollar. Sein vergleichsweise niedriger Wert hängt auch damit zusammen, dass nicht garantierte Boni in der Aufstellung nicht enthalten sind.
Für die deutsche Sicht auf die Liga ist Müllers Platzierung trotzdem bemerkenswert. Er ist nicht nur vor Spielern wie Cedric Teuchert mit rund 1,31 Millionen Euro und Julian Gressel mit rund 1,01 Millionen Euro gelistet, sondern auch einer der wenigen deutschen Profis, die sich im oberen Feld der MLS-Vergütung wiederfinden. Die Rangordnung zeigt, wie stark die Liga weiter um prominente Namen herum gebaut ist — und wie deutlich Messi das Feld anführt.
Ob sich Müllers sportlicher Einfluss in Vancouver ähnlich schnell in Zahlen ausdrückt wie sein Gehalt in der Rangliste, bleibt die offene Frage. Für den Moment sagt der Bericht vor allem eines: Die MLS bezahlt ihre Stars weiter in einer anderen Liga als den Rest des Feldes.

