„Rote Rosen“ und „Sturm der Liebe“ gehen 2026 in eine lange Sommerpause. Die beiden Telenovelas laufen das letzte Mal vor der Unterbrechung am 12. Juni und sollen erst am 24. August ins ARD-Programm zurückkehren.
Das bestätigte eine Sendersprecherin dem Branchendienst DWDL. Für Fans bedeutet das eine Pause von mehr als zwei Monaten. Im Vorjahr hatte die Sommerunterbrechung der beiden Formate neun Wochen gedauert.
Die Nachricht trifft zwei der langlebigsten Serien im deutschen Fernsehen. „Sturm der Liebe“ startete 2005, „Rote Rosen“ folgte 2006. Beide laufen montags bis freitags in Das Erste und haben inzwischen mehr als 4.000 Folgen erreicht. Gerade weil die Formate seit Jahren fest im Tagesprogramm verankert sind, fällt jede längere Unterbrechung sofort auf.
Im Sommer 2026 kommt noch ein weiterer Faktor hinzu: Zwischen dem 4. und 26. Juli plant die ARD täglich Tour-de-France-Berichterstattung. Die Rennübertragung verschiebt den Programmrhythmus zusätzlich und macht die ohnehin übliche Pause der Telenovelas länger als sonst. Aus dem normalen Sommerloch wird damit eine Unterbrechung, die im linearen Tagesprogramm deutlich zu spüren sein dürfte.
Die längere Auszeit kommt auch vor dem Hintergrund einer Debatte um die Zukunft der beiden Reihen. Sinkende Quoten hatten zuvor Diskussionen über die Perspektive von „Rote Rosen“ und „Sturm der Liebe“ ausgelöst. Eine Idee, die Folgen von 49 auf 24 Minuten zu verkürzen, wurde zwar erwogen, dann aber wieder verworfen. Statt eines Bruchs setzt die ARD nun auf Kontinuität: Die öffentlich-rechtlichen Sender wollen beide Telenovelas bis 2027 in bisheriger Länge, aber mit weniger jährlichen Folgen weiterproduzieren.
Auch dafür gibt es bereits grünes Licht auf der Senderseite. Der NDR-Rundfunkrat hat eine weitere Verlängerung schon gebilligt, die letzten formalen Schritte stehen aber noch aus. Für die Zuschauer ist die Botschaft dennoch klar: Die Pause im Sommer 2026 wird lang, aber sie ist keine Vorstufe zum Ende. „Rote Rosen“ und „Sturm der Liebe“ bleiben im Programm — nur eben später und seltener als bisher.
