Die Minnesota Wild führten am Mittwochabend in Denver fast das gesamte Spiel über, ehe alles in weniger als drei Minuten kippte. Colorado drehte ein entscheidendes Spiel 5 mit vier unbeantworteten Toren und beendete Minnesotas Saison nach einem 3:0-Vorsprung.
Minnesota hatte in der Pflichtpartie gegen die Avalanche schon nach weniger als einer Minute getroffen und vor dem Ende des ersten Drittels zwei weitere Tore nachgelegt. Für rund 55 Minuten sah es so aus, als würde der Klub ein Spiel 6 zu Hause in St. Paul erzwingen. Stattdessen ging die Wild erstmals seit 2015 wieder in die zweite Runde – und blieb dort hängen, zum 25. Mal ohne den Stanley Cup.
Der Verlauf machte die Niederlage so hart. Die Wild hatten sich in die Serie mit einem Sieg über die Dallas Stars gearbeitet und in Denver lange wie das reifere Team gewirkt. Doch als Colorado den Druck erhöhte, brach Minnesotas Kontrolle in einem kurzen, folgenschweren Abschnitt weg. Aus einem fast sicheren Ausgleich der Serie wurde ein abruptes Ende.
Gerade darin liegt die doppelte Wahrheit dieses Abends: Die Wild verließen die Playoffs mit einer schmerzhaften Niederlage, aber auch mit einem klaren Zeichen, dass die Mannschaft nach Jahren des Stillstands wieder in Reichweite der zweiten Runde ist. Das Ergebnis zeigt, wie schmal der Grat in der Endrunde bleibt, und wie schnell eine Serie sich gegen ein Team wenden kann, das für einen Moment schon mit Blick auf das nächste Heimspiel war.
Für Minnesota bleibt am Ende eine bittere Erinnerung an einen Abend, der fast alles bot, was für ein Weiterkommen nötig war. Dann kam Colorado, und in kaum mehr als einem Augenblick war eine Saison vorbei, die für die Wild in der zweiten Runde endete.

