Bei einem schweren Frontalzusammenstoß zweier Pkw auf der L4024 zwischen Lindabrunn und Aigen in der Gemeinde Hernstein ist am 13. Juni 2026 gegen 22.20 Uhr ein Fahrzeuglenker ums Leben gekommen. Sieben weitere Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer.
Der Unfall machte aus einer nächtlichen Landesstraße binnen Minuten einen Einsatzort für Feuerwehr, Rettung und Polizei. In einem der beiden Autos saßen fünf Menschen, das Fahrzeug fing nach dem Zusammenstoß Feuer. Im zweiten Wagen, einem Hybrid-Pkw, befanden sich drei Insassen.
Besonders dramatisch war die Lage noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte. Ein vorbeifahrender Lenker hielt sofort an und befreite einige Verletzte aus den Fahrzeugen. Auch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Aigen, Hernstein und Lindabrunn, die in einem Mannschaftstransportfahrzeug auf dem Heimweg waren, wurden zu Ersthelfern. Sie versuchten, den brennenden Wagen mit Handfeuerlöschern unter Kontrolle zu bringen.
Notruf Niederösterreich schickte drei Notarztteams, dazu kamen Rettungswagen des Roten Kreuzes, ein Bezirkseinsatzleiter Rettung, ein Fahrzeug der Acute Community Nurse und ein Mitarbeiter von LeoMobil. Ein Schwerverletzter wurde mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 2 in ein Spital geflogen. Nach der Versorgung der Verletzten übernahmen die Polizei die Unfallaufnahme und setzte dabei auch eine Drohne ein.
Erst danach konnten die Feuerwehrleute den tödlich verletzten Lenker aus dem Wrack bergen und an die zuständigen Bestattungsdienste übergeben. Die beiden schwer beschädigten Fahrzeuge wurden anschließend geborgen, dafür wurde zusätzlich die Freiwillige Feuerwehr Berndorf-Stadt angefordert. Die L4024 blieb zwischen Lindabrunn und Aigen mehrere Stunden gesperrt.
Warum die beiden Autos frontal zusammenstießen, ist weiter offen. Gerade das macht den Unfall im Bezirk Baden so schwer zu fassen: Trotz des großen Aufgebots und trotz eines Todesopfers gibt es bislang keine gesicherte Ursache. Das Bezirksfeuerwehrkommando Baden sprach von einem tragischen Unfall, der nicht nur zahlreiche Verletzte, sondern auch ein Menschenleben gefordert habe, und bekundete den Angehörigen des Verstorbenen sowie allen Betroffenen Mitgefühl.
