Claudio Valdivia hat beschrieben, wie der Fall von Jorge Valdivia seine Familie in eine Rolle gezwungen hat, die er selbst als schwere Last bezeichnete: Er habe nach der Untersuchung wegen der mutmaßlichen Beteiligung an vier Sexualdelikten zum Halt der Familie werden müssen. Der Auftritt ist Teil einer neuen Folge von La Divina Comida: Desafío Duplas und wird am Samstag, 13. Juni, nach CHV Noticias Central zu sehen sein.
Valdivia sagte, er habe den Schlag „sehr, sehr hart“ aufgenommen und alles für sich behalten, weil er als Stütze der Familie gebraucht worden sei. Er habe seiner Mutter Rückhalt geben müssen und zeitweise auch den Kindern seines Bruders sowie dem Umfeld von Jorge Valdivia. Das sei kein beiläufiger Satz gewesen, sondern die Beschreibung einer Aufgabe, die ihn im Innersten getroffen habe.
Dass diese Äußerungen jetzt auftauchen, hängt mit der Lage seines Bruders zusammen. Jorge Valdivia steht derzeit unter nächtlichem Hausarrest, nachdem die Corte de Apelaciones am 8. Juni ein früheres Urteil des Cuarto Juzgado de Garantía aufgehoben hatte. Für Claudio Valdivia bedeutet das nicht nur öffentliche Aufmerksamkeit, sondern auch ein fortdauerndes Warten auf den nächsten Schritt in einem Verfahren, das nach seinen Worten noch in der Untersuchungsphase steckt.
Genau dort liegt auch der Bruch in seiner Erzählung. Valdivia machte deutlich, dass er die Familie tragen musste, sagte aber zugleich, dass jede Aussage von ihm zur Lage und zur Untersuchung dem Fall schaden könne. Er stellte damit Nähe und Zurückhaltung nebeneinander: helfen, ohne das Verfahren zu belasten. Das erklärt, warum er von Tränen sprach, die er nur allein zugelassen habe, und warum er die Zeit als sehr schlecht beschrieb, als niemand zusah.
Für den Moment bleibt damit vor allem eines stehen: Claudio Valdivia hat die Rolle des familiären Rückgrats öffentlich benannt, aber keine Tür zu einem schnellen Ende des Verfahrens geöffnet. Die nächste verlässliche Gewissheit ist nur der Sendetermin am 13. Juni; juristisch bleibt die Untersuchung offen, und nach seinen eigenen Worten ist jede vorschnelle Erklärung heikel.

