Lesen: Jesolo richtet rote Sicherheitszonen im Zentrum nach Gewaltserie ein

Jesolo richtet rote Sicherheitszonen im Zentrum nach Gewaltserie ein

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Jesolo hat im Stadtzentrum sogenannte rote Sicherheitszonen eingerichtet. Wer vorbestraft ist oder sich so verhält, dass öffentliche Sicherheit oder städtische Ordnung beeinträchtigt werden könnten, kann aus diesen Bereichen verwiesen werden.

Dass die Maßnahme gerade jetzt kommt, hat einen klaren Grund: In den ersten zwei Wochen der Sommersaison häuften sich in Jesolo Gewalttaten. Die Behörden reagierten damit auf eine Entwicklung, die für den Ferienort an der nördlichen Adria besonders heikel ist, weil dort nun Bewohner und Urlauber dicht zusammenkommen.

Die Entscheidung fiel im . Auslöser waren unter anderem zwei größere Schlägereien zwischen Jugendgruppen binnen zwei Wochen. Bei beiden Vorfällen waren nach Angaben der Behörden vor allem Minderjährige beteiligt.

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Eine der Auseinandersetzungen ereignete sich an einem frei zugänglichen Strand, die andere in einem Wohnviertel hinter dem Stadion. Die Ermittlungsbehörden nahmen in beiden Fällen sofort die Arbeit auf. Der Polizeichef von Venedig hatte zudem bereits einjährige Verbote gegen einige identifizierte Beteiligte verhängt.

Hinzu kamen weitere Konflikte vor Lokalen, an denen betrunkene Teenager beteiligt gewesen sein sollen. Wenige Tage zuvor waren außerdem zwei Minderjährige bei einem Raubüberfall verletzt worden; kurz darauf wurden zwei Verdächtige festgenommen. Die Abfolge dieser Vorfälle verstärkte den Druck auf die Behörden, öffentlich sichtbarer aufzutreten.

Genau darin liegt der Konflikt für einen Ort wie Jesolo, der von vielen als Urlaubsziel mit offenem Stadtbild wahrgenommen wird. Die Behörden sagen, die neuen Zonen und die bereits verschärften Kontrollen an sensiblen Punkten wie dem Busbahnhof sollten es Einwohnern und Touristen ermöglichen, öffentliche Räume sicher zu nutzen und die Präsenz der Sicherheitskräfte sichtbarer zu machen.

Offen bleibt, wie lange die roten Sicherheitszonen in Kraft bleiben. Für den Moment signalisiert der Beschluss vor allem eines: Die Behörden wollen die Gewaltserie nicht als Ausnahme behandeln, sondern als Anlass für eine dauerhaft strengere Kontrolle im Zentrum.

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