Kathy Orellana ist wenige Tage nach der Bekanntgabe ihrer schweren Gesundheitskrise wieder im Fernsehen aufgetreten und hat erklärt, dass ein perforiertes Darmgeschwür sie für mehrere Tage auf die UCI brachte. Im Gespräch mit Primer Plano sagte sie, als sie das Foto aus der Klinik machte, habe sie gedacht, sie würde sterben.
Dass sie genau jetzt darüber spricht, liegt an diesem erneuten Auftritt vor Kameras: Die Sängerin schilderte nicht nur einen akuten Notfall, sondern auch, wie knapp die Lage war. Ihren Verwandten sei gesagt worden, dass sie bei einer Ankunft ein oder zwei Stunden später eine Septikämie entwickelt hätte. „Se me envenena el cuerpo“, sagte sie und beschrieb, dass der Körper bereits vergiftet worden wäre, weil sich die Perforation schon gebildet hatte.
Orellana sagte, die Beschwerden hätten sich über etwa zwei Jahre hingezogen. Das Geschwür sei nach einer Magenbypass-Operation entdeckt worden, die sie vor mehreren Jahren hatte, und sie habe den Schmerz lange als Folge von Arbeitsstress, Mutterstress und des Lebens nach einer Rehabilitation abgetan. Gleichzeitig betonte sie, sie komme aus einer sehr erfolgreichen Reha, trinke und rauche seit fast fünf Jahren nicht mehr, ernähre sich gesund, gehe mit ihrem Sohn aus, mache Trekking und treibe Sport.
Gerade dieser Widerspruch macht ihre Geschichte schwerer als eine bloße Genesungserzählung. Orellana stellte ihre gesunden Gewohnheiten heraus, sagte aber auch, sie habe das schmerzhafte Geschwür etwa zwei Jahre lang nicht behandeln lassen. „Es war ein Geschwür von vor zwei Jahren, das nicht gepflegt wurde, und ich habe es erlaubt und einfach laufen lassen“, sagte sie damit offen über den Punkt, an dem sich Vorsicht in Verdrängung verwandelte.
Als sie den Operationssaal betrat, ordnete der Arzt nach ihren Worten sofort eine Operation an. Über ihren aktuellen medizinischen Zustand nach dem Aufenthalt auf der UCI gab sie jedoch keine neue Auskunft. Nach der Aufnahme bedankte sie sich in sozialen Netzwerken bei ihrer Familie; dort erhielt sie Unterstützung, wurde aber auch kritisiert, weil einzelne Nutzer ihr vorwarfen, Anorexie zu fördern.

