Königin Sonja hat nach ihrem Klinikaufenthalt wegen Herzproblemen ihre offiziellen Aufgaben wieder aufgenommen. Die 88-Jährige arbeitet nun von Bygdøy Kongsgård aus, der offiziellen Sommerresidenz der Royals, nachdem sie Ende Mai im Rikshospitalet in Oslo behandelt worden war.
Dass ihr Programm schon wieder läuft, ist für Norwegen heute besonders relevant: Der Palast bestätigte, dass die Krankschreibung beendet sei, und damit sind die nächsten öffentlichen Termine nicht verschoben, sondern wieder angesetzt. Auf dem Kalender der Königin steht eine Vorstandssitzung der Queen Sonja Print Award Foundation, wenige Tage später soll zudem eine Ausstellung im Kunstmuseum Trondheim eröffnet werden.
Für viele Beobachter liegt darin auch die eigentliche Nachricht. Sonja hatte nicht nur eine kurze Pause eingelegt, sondern war wegen Vorhofflimmern und Herzinsuffizienz in Behandlung, ihre Medikation musste angepasst werden und sie erhielt eine einwöchige Krankschreibung. Trotzdem geht sie nun zurück in den Takt ihrer Verpflichtungen. Kommunikationschefin Guri Varpe sagte dazu: „Das Programm der Königin wird nun wie geplant durchgeführt.“
Der schnelle Wiedereinstieg steht im Kontrast zu den Worten von König Harald V., der während einer Reise durch Vestland sagte: „Es ist sehr schade, dass die Königin nicht hier ist, und das findet sie auch.“ Er fügte hinzu, sie sei „ein wenig niedergeschlagen, weil sie nicht mehr alles kann wie früher“, betonte dann aber auch, dass es ihr schon viel besser gehe als zuvor. Bygdøy Kongsgård ist für Sonja seit Jahren ein Ort, an dem sie sich besonders wohl fühlt.
Ob die Königin ihren engen Terminplan auf Dauer in diesem Tempo halten kann, bleibt der offenste Punkt. Fest steht vorerst nur, dass ihr Programm nicht auf Eis liegt, sondern von der Sommerresidenz aus weitergeführt wird – trotz der medizinischen Warnsignale, die ihren Auftritt Ende Mai überhaupt erst unterbrochen hatten.

