Auf der Brennerroute durch Tirol haben kilometerlange Lkw-Kolonnen am Freitag den Verkehr in beide Richtungen ausgebremst. Seit den Morgenstunden staute es sich entlang der A13 Brennerautobahn, von Innsbruck-Süd bis zum Brenner und zurück, auch auf der A12 Inntalautobahn kam es abschnittsweise zu Behinderungen.
Wer die Autobahn an diesem Tag nutzen wollte, fand nicht nur stockenden Lastwagenverkehr vor, sondern vielerorts auch Stillstand. Am Grenzübergang Kufstein-Kiefersfelden bildeten sich ebenfalls Staus, bei der Ausreise aus Österreich musste mit langen Wartezeiten gerechnet werden.
Warum gerade jetzt so viel Verkehr auf die Strecke drückte, lag am Feiertagsrhythmus: Am Fronleichnamstag galt ein Lkw-Fahrverbot, danach setzten sich die Lastwagenmassen in Bewegung und rollten am Freitag in Richtung Italien und Deutschland. Die Lage blieb auch deshalb angespannt, weil in der Gegenrichtung seit den Morgenstunden eine Lkw-Dosierung lief.
„Es herrscht in beiden Richtungen sehr viel Lkw-Verkehr. Und es kommt von Italien und Deutschland noch einiges nach“, hieß es zur Mittagszeit von der Landesverkehrsabteilung. Genau das machte die Situation heikel: Obwohl seit den Morgenstunden an der Grenze dosiert wurde, herrschten weiterhin sehr viel Lkw-Verkehr und kilometerlange Kolonnen.
Die Brennerroute ist damit einmal mehr zum Nadelöhr für den Transitverkehr geworden, wenn nach einem Sperrtag der Rückstau einsetzt. Anders als bei einem isolierten Zwischenfall wie auf der Tauernautobahn nach einem Aquaplaning-Unfall oder bei einer blockierten Ostautobahn Richtung Wien liegt das Problem hier nicht in einem einzelnen Ereignis, sondern in der Masse des Verkehrs auf A13 und A12.
Offen blieb am Freitag, wie lange die Staus und Kolonnen anhalten würden. Sicher war nur: Solange aus Italien und Deutschland weiter Lastwagen nachkamen, blieb die Brennerautobahn für Fahrer und Pendler eine zähe Verbindung über die Grenze.
