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Zins-Druck bremst Ausbau: Schnieder sieht fast keine Mittel für Projekte

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Bundesverkehrsminister hat in Japan gesagt, dass für neue und Ausbauprojekte in Deutschland de facto keine oder kaum Mittel zur Verfügung stehen. Auf seiner Reise besuchte er den Autobahnbetreiber und fuhr mit dem .

Gerade deshalb wird seine Aussage heute genau beachtet: Wer wissen will, warum bei der Infrastruktur gebremst wird, bekommt hier die politische Antwort aus erster Hand. Dringend benötigte, von den Behörden längst fertig geplante Schienen- und Straßenprojekte liegen auf Eis, weil das Geld fehlt. Die Kürzung des regulären Etats des Verkehrsministeriums durch Bundesfinanzminister verschärft den Druck zusätzlich.

Die Lage hat sich in den vergangenen Monaten nicht entspannt, sondern verengt. Deutschlands Staatsschuld stieg 2025 um 144 Milliarden Euro auf 2,84 Billionen Euro, und das Land zahlt inzwischen auch mehr für Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit. Wenn ein Staat mehr für Zins und Schuldendienst aufbringen muss, bleibt weniger Spielraum für neue Trassen, Brücken und Straßen, selbst wenn die Pläne schon fertig auf den Schreibtischen liegen.

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Dass hohe Schulden nicht automatisch Stillstand bedeuten, zeigt der Vergleich, den Schnieders Japan-Reise besonders scharf macht. Japan hat eine Schuldenquote von 232 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, die höchste der Welt, und die Wirtschaft läuft dort dennoch vergleichsweise gut. Die reine Höhe der Verschuldung entscheidet also nicht allein über Handlungsspielräume; ebenso wichtig ist, wie ein Land seine Last trägt und zu welchen Kosten es sich weiter finanzieren kann. Auch andere Staaten stehen unter Druck: Frankreich lag zuletzt bei 116 Prozent und könnte bis 2035 auf 142 Prozent steigen, die Eurozone im Schnitt bei 89 Prozent, Deutschland bei 63 Prozent, und hierzulande könnte die Quote in den nächsten zehn Jahren um rund 20 Prozentpunkte klettern.

Der offene Punkt ist nicht, ob der Engpass real ist, sondern wie lange er die bereits fertigen Projekte noch blockiert. Noch ist nicht klar, wann die Schienen- und Straßenvorhaben wieder Geld bekommen, und genau diese Ungewissheit dürfte für Behörden und Planer vorerst die größere Nachricht sein als jede Reise nach Japan.

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