Lesen: Abogado im Fokus: Richter startet Vernehmungen im Almería-„caso mascarillas“

Abogado im Fokus: Richter startet Vernehmungen im Almería-„caso mascarillas“

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Der Untersuchungsrichter in Almería hat am Donnerstag mit den ersten Aussagen von 43 Beschuldigten im sogenannten caso mascarillas der Diputación de Almería begonnen. Damit ist das Verfahren um mutmaßlich unregelmäßige Auftragsvergaben, das auf einen Sanitätsmaterial-Vertrag über mehr als zwei Millionen Euro zurückgeht, in seine entscheidende Gerichtsphase eingetreten.

Für den Fall suchen viele jetzt nach einem Abogado, weil sich die Spur der Ermittler über mehrere zentrale Namen zieht. Die Unidad Central Operativa der ordnet , und an die Spitze des mutmaßlichen Netzes ein. Giménez wird Bestechung, Veruntreuung, Geldwäsche und Betrug bei öffentlichen Aufträgen vorgeworfen, während als Vermittler des Maskenvertrags gilt. Es geht also nicht um einen Einzelfall, sondern um ein Verfahren, das sich über die Jahre 2016 bis 2021 erstreckt und in dem ein einzelner Vertrag zum Ausgangspunkt für weitere Verdachtsmomente wurde.

Auslöser der Ermittlungen war ein Vertrag über Sanitätsmaterial, der am 8. April 2020 mitten im Lockdown unterzeichnet wurde. Er hatte ein Volumen von 2.036.186,24 Euro und lief über , die Firma von López. Nach den Ermittlungen steckt darin ein mutmaßlicher Aufschlag von 945.000 Euro, der unter Liria, García und Giménez aufgeteilt worden sein soll. Die Guardia Civil spricht davon, dass schon in den ersten Phasen der Abwicklung ein Einvernehmen bestanden habe, den Lieferanten über dem tatsächlichen Preis abzurechnen, und dass die Aufschläge über eine mit López verbundene Firma weitergeleitet worden seien.

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Genau an diesem Punkt entstand am Donnerstag die Reibung im Saal. Mehrere Beschuldigte baten darum, ihre Aussagen zu verschieben, weil sie den UCO-Bericht noch nicht gesehen hatten; darin geht es um ausgewertete Computer, Mobiltelefone und weitere Unterlagen. Der Richter ließ die Vernehmungen trotzdem weiterlaufen. Fernando Giménez und Kilian López gehörten zu den ersten, die vor dem Untersuchungsrichter aussagten.

Óscar Liria steht dabei besonders im Blick, weil er am 15. Juni 2021 als Erster in dem Fall festgenommen wurde, als die Affäre öffentlich wurde. Auch die Rolle der weiteren Firmen bleibt Teil des Bildes: Die Guardia Civil fand, dass , ebenfalls mit López verbunden, zwischen 2017 und 2020 noch 16 Verträge mit der Diputación de Almería über zusammen 421.805,13 Euro unterzeichnete. Die entscheidende Frage ist nun nicht mehr, ob der Fall vor Gericht angekommen ist. Sie lautet, ob die Aussagen der kommenden Tage die behaupteten 945.000 Euro genauer zuordnen können. Javier Aureliano García ist für den 26. Juni als nächster Zeuge angesetzt.

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