Ein Feuer hat am Freitagabend das Kühlhaus Friofort in Buin erfasst und die Behörden dazu veranlasst, umliegende Sektoren vorsorglich zu evakuieren. Die Flammen bedrohten auch angrenzende Häuser, während am Einsatzort zugleich vor einem Chemierisiko gewarnt wurde.
Die Suche nach dem incendio en buin richtet sich heute vor allem auf ein Detail, das die Lage besonders heikel macht: In der Anlage befanden sich nach Angaben aus dem Umfeld des Betriebs rund 17.000 Liter Ammoniak. Genau deshalb riefen die Behörden die Bewohner der Nachbarschaft auf, Masken zu tragen, während die Feuerwehr versuchte, das Feuer in dem Industriekomplex an der Avenida Alcalde Krumm nahe der Ruta 5 Sur unter Kontrolle zu bringen.
Germán Codina traf am Ort des Geschehens ein, um die Arbeiten zu überwachen, während mindestens zehn Feuerwehrkompanien aus Buin, Ñuñoa, La Granja, Melipilla, Puente Alto und San Bernardo im Einsatz waren. Die Nacht entwickelte sich damit zu einer Großlage für eine Anlage, in der nicht nur Waren lagerten, sondern auch Stoffe, die jeden Brand in ein deutlich größeres Risiko verwandeln.
IceStar teilte mit, die Notlage habe gegen 22 Uhr begonnen. Das Unternehmen sagte außerdem, es habe Sicherheitsprotokolle aktiviert und das anwesende Personal vorsorglich evakuiert. Nach eigenen Angaben seien keine Menschen verletzt worden, zugleich arbeiteten die eigenen Notfallteams mit Bomberos und Carabineros zusammen.
Gerade darin liegt der Widerspruch, der die Lage offen hält: Während IceStar Entwarnung bei Verletzten gab, blieb der Brand aktiv und die Behörden räumten weiter die Umgebung. Dass die betroffenen Bereiche Kühlkammern zur Lebensmittellagerung sind, beruhigt die Lage kaum, solange nicht geklärt ist, was das Feuer in Friofort ausgelöst hat und ob die Gefahr für die Häuser ringsum endgültig gebannt ist.

