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Fernsehen per Kabel: Viele Verträge laufen jetzt aus und Kündigung wird wichtig

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Für viele Haushalte wird Fernsehen per Kabel jetzt zur Kündigungsfrage. Zahlreiche Verträge, die am 1. Juli 2024 neu abgeschlossen wurden, laufen nach 24 Monaten Mindestvertragslaufzeit aus. Wer den Anschluss nicht weiter nutzen will, sollte prüfen, ob die Kündigung schon beim Anbieter eingegangen ist.

Die Frist ist in vielen Fällen eng: Spätestens bis 31. Mai muss die Kündigung angekommen sein, sonst verlängert sich der Vertrag von Monat zu Monat. Für Betroffene kann das teuer werden, weil ein während der Mindestlaufzeit gewährter Rabatt wegfallen kann und der Anschluss dann mehr kostet als erwartet. Nach Angaben von spricht für eine sofortige Kündigung vor allem dann vieles, wenn der Kabelanschluss nach dem Umstieg auf einen IPTV-Dienst gar nicht mehr gebraucht wird, wenn längst nur noch Mediatheken und Streaming genutzt werden oder wenn der Internetzugang in den vergangenen zwei Jahren auf Glasfaser, DSL, Mobilfunk-Internet oder Starlink gewechselt wurde.

Der Hintergrund ist die Umstellung bei der Abrechnung: Seit müssen Mieterinnen und Mieter nicht mehr pauschal über die Nebenkosten für Kabel-TV zahlen, wenn im Haus ein Sammelvertrag bestand. Wer weiter Fernsehen über Kabel empfangen wollte, musste damals einen Einzelnutzervertrag mit dem örtlichen Kabelnetzbetreiber abschließen. Genau diese neuen Verträge laufen nun vielerorts aus.

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Wer beim Kabel bleiben will, sollte die Bedingungen trotzdem genau prüfen. Teltarif.de nennt als Grund für einen Verbleib vor allem Fälle, in denen der Vertrag wegen eines Mengenrabatts deutlich günstiger ist als IPTV-Pakete. In allen anderen Fällen gibt es inzwischen mehrere Wege für lineares Fernsehen: über Antenne, über Satellit oder über das Internet. Öffentlich-rechtliche HD-Sender sind über Antenne kostenlos, private HD-Sender dort nur kostenpflichtig über . Über Satellit sind öffentlich-rechtliche HD-Sender und private SD-Sender kostenlos, private HD-Sender kosten jedoch über HD+ extra. Im Internet sind Angebote über Internet-Provider oder Dienste wie Joyn, TV.de, Waipu.tv oder Zattoo möglich.

Wer kündigen will, sollte den verpflichtenden Kündigungsbutton auf der Internetseite des Anbieters nutzen. Der Button muss direkt und ohne Log-in im Kundenbereich erreichbar sein. Das ist für viele Verbraucher der schnellste Weg aus einem Vertrag, den sie nach dem Umstieg längst nicht mehr brauchen.

Die Lage zeigt, wie sehr sich Fernsehen gerade verschiebt: weg vom alten Kabelzwang, hin zu flexibleren Verträgen und neuen Empfangswegen. Für viele Kunden ist die eigentliche Entscheidung deshalb nicht mehr, ob sie fernsehen, sondern nur noch, wie sie es künftig tun wollen.

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