In der Nacht auf den 16. Mai ist es im Ortsgebiet von Schwaz zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen Jugendlicher gekommen, die Polizei sprach später von zwei Jugendbanden. Gegen 23 Uhr gerieten eine Gruppe mit zehn Personen und eine zweite mit vier Personen aneinander. Dabei zog ein 17-jähriger Österreicher eine Schreckschusswaffe, gab einen Schuss in die Luft ab und bedrohte einen 16-Jährigen sowie einen 18-Jährigen, indem er sie mit der Waffe anvisierte.
Ein 16-Jähriger ging auf den 17-Jährigen los. Im Handgemenge wickelte ein 18-jähriger Österreicher eine grobgliedrige Halskette um seine Faust und schlug einem 17-Jährigen ins Gesicht. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen und musste in die Klinik eingeliefert werden. Ein 17-jähriger Syrer zog ein Klappmesser, um die Gegner auf Abstand zu halten. Danach floh die aus vier Personen bestehende Gruppe; zu ihr gehörten auch der 17-jährige Syrer und der 17-Jährige mit der Schreckschusswaffe.
Die Polizeiinspektion Schwaz führte nach der Tat intensive kriminalpolizeiliche Ermittlungen durch. Nach umfangreichen Ermittlungen forschte die Tiroler Polizei zwei Jugendbanden aus, alle Beteiligten wurden ausgeforscht und einvernommen. Die Polizei sagte: „Nach einer vorangegangenen verbalen Auseinandersetzung zog ein 17-jähriger Österreicher eine Schreckschusswaffe und gab einen Schuss in die Luft ab“. Die Beschuldigten zeigten sich zu den Tatvorwürfen vollumfänglich geständig.
Bei zwei von der Staatsanwaltschaft Innsbruck angeordneten Hausdurchsuchungen fanden Polizei, Schnelle Interventionsgruppe SIG und Einsatzkommando Cobra unter anderem die Tatwaffen, Munition und an der Tatörtlichkeit abgefeuerte Patronen. Die aufgefundenen Gegenstände wurden sichergestellt. Gegen drei beteiligte Personen wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Die Beschuldigten werden bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen mehrerer Delikte zur Anzeige gebracht. Für Schwaz ist der Fall damit nicht abgeschlossen, aber die Ermittler haben die Gruppe, die Waffen und den Ablauf der Nacht bereits weitgehend rekonstruiert.
