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Hornissen in Malsch: Jetzt sollen neue Nester kostenlos entfernt werden

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In Malsch lässt eine Interessengemeinschaft Nester der Asiatischen Hornisse kostenlos entfernen, und zwar genau jetzt, wenn die Tiere noch allein an ihren ersten, sogenannten Primärnestern bauen. von der Gruppe sagt, der Zeitpunkt, den Vormarsch der Asiatischen Hornisse zu stoppen, sei genau jetzt.

Die Helfer setzen dabei auf einen einfachen Ablauf: Das Nest wird mit einem Glas abgedeckt, ein Deckel aufgeschraubt und das Glas eine Woche lang ins Gefrierfach gestellt. Wichtig ist der Abend, weil die Königin dann zu Hause ist, wie Albert sagt, und die Art nicht nachtaktiv ist. Wird die Königin verfehlt, baut sie an anderer Stelle einfach ein neues Nest.

Die Gefahr ist aus Sicht der Gruppe größer als viele denken. Wenn die Primärnester etwa die Größe einer Grapefruit erreichen, sitzen bereits Arbeiterinnen darin und der Umzug in ein Sekundärnest steht kurz bevor. Diese Nester können bis zu einem Meter groß werden, hängen teils an Gebäuden, in Bäumen in großer Höhe oder versteckt in Büschen und müssen dann von Spezialisten entfernt werden. Im vergangenen Jahr wurden in Malsch 25 sogenannte Filialnester gefunden. Die IG hält es für möglich, dass es in diesem Jahr bis zu 100 Nester werden könnten, wenn die Ausbreitung nicht rechtzeitig gebremst wird.

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Die Asiatische Hornisse gilt als invasive Art, die sich rasch ausbreitet. Sie frisst vor allem bestäubende Insekten; in Städten machen Bienen nach Angaben von Albert 80 Prozent ihrer Nahrung aus. Auf dem Land jagt sie außerdem Mücken, Libellen, Käfer, Heuschrecken, Schmetterlinge und andere Tiere. Auch Obst- und Weinbau sind betroffen. Die einheimische Hornisse ist dagegen geschützt und nützlich, weshalb die sichere Bestimmung so wichtig ist: Eine heimische Hornisse hat einen schwarz-gelben Hinterleib mit Streifen und Punkten, einen rötlichen Brustkorb und rötlich-braune Beine. Die Asiatische Hornisse ist schlanker, schwarz mit gelben Streifen und gelben Beinen.

Zur Interessengemeinschaft gehören rund 15 Mitglieder, darunter zwei , zwei und mehrere Einzelpersonen. Für Imker in der Region wird der Druck bereits sichtbar: Sie setzen inzwischen eine Art Maulkorb vor den Eingang ihrer Stöcke, um die Bienen zu schützen. Für Malsch ist das keine Randfrage des Naturschutzes mehr, sondern ein Wettlauf gegen die nächste Nester-Welle.

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