Valladolid hat wegen anhaltend hoher Ozonwerte die Stufe „Situación 1, Preventiva“ seines Luftverschmutzungsplans aktiviert. Der Servicio de Medio Ambiente meldete am 21., 22. und 23. Mai Messwerte von mehr als 100 Mikrogramm pro Kubikmeter an Stationen des städtischen Netzes zur Kontrolle der atmosphärischen Contaminación.
Mit der Aktivierung treten zunächst Informationsmaßnahmen in Kraft. Die Stadt geht davon aus, dass die Ozonkonzentrationen in den kommenden Stunden hoch bleiben, und verweist auf die für diese Woche prognostizierten hohen Temperaturen als Auslöser für die Episode. Die Behörden raten dazu, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, vor allem während der Mittagsstunden, um strengere Maßnahmen zu vermeiden.
Für die Allgemeinbevölkerung dürfte die Luftqualität nach Angaben der Stadt keine Auswirkungen haben. Für Risikogruppen kann die Episode jedoch ein moderates Risiko bedeuten. Menschen mit Asthma oder anderen Atemwegserkrankungen sollen ihren Medikamentenplan genau einhalten. Wer Herzprobleme hat, kann Herzklopfen, Atemnot oder ungewöhnliche Müdigkeit verspüren.
Die Stadt erklärt zugleich, dass der Alltag im Freien weiter normal möglich bleibt. Sportliche Aktivitäten sollten aber in den zentralen Stunden des Tages eingeschränkt werden. Wer die Entwicklung verfolgen will, kann die Episode und die erfassten Daten auf der Webseite der Stadtverwaltung sowie über die kostenlose App „Vallaire“ abrufen.
Das Ozon in der unteren Atmosphärenschicht gilt als Sekundärschadstoff und entsteht nicht direkt aus einer einzigen Quelle. Zu seiner Bildung tragen unter anderem Schadstoffe bei, die von Verbrennungsfahrzeugen ausgestoßen werden. In Valladolid fällt die Episode mit dem erwarteten warmen Wetter zusammen, das die Anreicherung des Gases begünstigt und die Stadt nun zu Vorsicht ohne sofortige Einschränkungen zwingt.
