Girona und Elche treffen am Samstagabend im Municipal de Montilivi aufeinander, und für beide Teams gilt am letzten Spieltag der La-Liga-Saison nur ein Ergebnis: ein Sieg. Girona steht vor dem Heimspiel auf Platz 18 mit 40 Punkten aus 37 Partien, Elche ist als 17. mit 42 Zählern einen Rang besser platziert.
Für Girona ist die Lage besonders eng. Die Mannschaft von Montilivi hat nach 37 Spielen neun Siege, 13 Remis und 15 Niederlagen auf dem Konto, dazu 38 Tore erzielt und 54 kassiert. Zu Hause holte Girona bislang 23 Punkte, die Heimbilanz steht bei sechs Siegen, fünf Unentschieden und sieben Niederlagen. Das Team wartet seit sieben Spielen auf einen Erfolg; der bislang letzte Sieg war ein 1:0-Heimsieg gegen Villarreal, entschieden durch ein Eigentor von Pau Navarro. In den vergangenen fünf Ligaspielen gab es zwei Remis und drei Niederlagen, zuletzt das 0:1 auswärts bei Atletico Madrid.
Elche reist mit etwas mehr Luft an. Die Gäste kommen auf zehn Siege, zwölf Unentschieden und 15 Niederlagen, haben 48 Tore geschossen und 56 zugelassen. Auswärts ist die Bilanz schwach: ein Sieg, vier Remis und 13 Niederlagen. Immerhin gewann Elche das jüngste Ligaspiel mit 1:0 gegen Getafe und hat in jedem der letzten sieben Spiele getroffen. Im direkten Vergleich spricht die jüngste Erinnerung jedoch klar für Elche, das das letzte Duell mit 3:0 für sich entschied. Über die vergangenen fünf Begegnungen hinweg gewann Girona dreimal, Elche zweimal, ein Remis gab es nicht.
Der Reiz dieses Endspiels liegt nicht nur in der Tabelle, sondern auch in der Art, wie die Liga einen Gleichstand bewertet. Elche könnte selbst mit einem Punkt je nach anderen Ergebnissen noch genügend Abstand halten, während Girona auf eine vollständige Wende angewiesen ist, um den Abstiegskampf zu überleben. Für die Gastgeber zählt dabei auch, dass die eigene Heimform wechselhaft bleibt und der Gegner auswärts die schlechteste Bilanz der Liga mitbringt. Genau darin liegt Gironas Hoffnung: Montilivi bietet die Bühne, aber keinen Schutz vor dem Druck.
Personell muss Girona auf Vladyslav Vanat verzichten, der sich im April eine Hamstring-Verletzung zuzog. Marc Ter Stegen fehlt seit Februar und hat in dieser Saison nur zwei Einsätze absolviert. Das macht die Aufgabe nicht einfacher, denn am Ende eines zähen Jahres entscheidet nicht die Historie, sondern die Nervenlage eines Abstiegskampfs, der an diesem Samstagabend direkt vor den Augen der beiden Klubs endet.
