Lesen: Everton - Coquimbo Unido: ANFP und Elfter-Stunden-Änderung sorgt für Streit

Everton - Coquimbo Unido: ANFP und Elfter-Stunden-Änderung sorgt für Streit

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Das Spiel zwischen und eröffnet an diesem Freitag, 22. Mai, den 13. Spieltag der in Viña del Mar, doch nicht zu der ursprünglich angesetzten Zeit: Der Anpfiff wurde von 20.00 Uhr auf 15.00 Uhr vorgezogen. Die machte die Änderung am 20. Mai öffentlich und erklärte, die habe die Partie für den Abend nicht genehmigt.

Für die Fußballbehörde ist die Entscheidung mehr als eine reine Terminverschiebung. Sie sagte, der Bescheid der Regionaldelegation widerspreche den bei der am 8. April erzielten Vereinbarungen, bei denen festgelegt worden war, dass Everton - Coquimbo Unido am 22. Mai um 20.00 Uhr stattfinden solle. Nach Angaben der ANFP schade die Verschiebung um 72 Stunden der sportlichen Planung beider Klubs und laufe dem Ziel zuwider, Familien, Kinder und Fans in die Stadien zu bringen.

Everton reagierte mit Bedauern und stellte klar, die Änderung liege außerhalb seines Willens und seiner Verantwortung. Der Verein sagte, er bedaure die Unannehmlichkeiten für die eigenen Anhänger und bekräftige, dass die Einhaltung der ursprünglich festgelegten Terminierung stets oberste Priorität gewesen sei. Der Streit fällt in eine Phase, in der chilenische Spielansetzungen ohnehin unter Druck stehen und die Koordination zwischen den verschiedenen Instanzen wiederholt auf die Probe gestellt wird.

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Bei Coquimbo Unido ist die Belastung besonders sichtbar. Der Klub musste seinen Kalender wegen der Teilnahme an der ohnehin eng takten und hatte sich bereits für das Achtelfinale qualifiziert, nachdem das Unentschieden zwischen Nacional und Universitario in Uruguay feststand. Nun soll Coquimbo Unido am Dienstag, 26. Mai, in Montevideo gegen Nacional den Gruppenspielraum abschließen. Damit kommt der Klub auf drei Spiele in sechs Tagen über drei verschiedene Wettbewerbe hinweg.

Die kurzfristige Änderung hat ihren Ursprung in einer Sitzung vom 13. Mai, bei der lokale Behörden die Partie mit Blick auf Sicherheit, Logistik, Organisation und die Anforderungen nach Gesetz 19.327 überprüften. Aus Sicht der ANFP zeigt der Fall, wie fragil die Planung bleibt, wenn bereits vereinbarte Zeiten noch Tage vor dem Spiel neu bewertet werden. Für Everton und Coquimbo Unido bedeutet das vor allem eines: weniger Spielraum, mehr Reise- und Belastungsdruck und ein weiterer Beleg dafür, wie sehr der Spielplan im chilenischen Fußball von behördlichen Entscheidungen abhängt.

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