Conmebol hat bolivianische Klubs darüber informiert, dass ihre Heimspiele in der Copa Libertadores und der Copa Sudamericana in Paraguay ausgetragen werden müssen. Für Blooming bedeutet das, dass das Spiel gegen Carabobo am Donnerstag nicht in Bolivien stattfinden wird.
Die Entscheidung trifft Blooming in einer sportlich ohnehin aussichtslosen Lage. Der Klub ist in Gruppe H der Copa Sudamericana bereits ausgeschieden, obwohl mit River Plate und Bragantino zwei weitere Gegner aus derselben Staffel im Wettbewerb bleiben. Der Verband verwies Asunción als vorgesehenen Austragungsort für die Heimspiele der bolivianischen Vereine, eine endgültige Bestätigung der Stadien steht aber noch aus.
Die Maßnahme hängt mit der sozialen Lage in Bolivien zusammen, wo Proteste und Mobilisierungen gegen die Regierung von Rodrigo Paz die Rahmenbedingungen im Land zusätzlich verschärfen. Sie betrifft nicht nur Blooming: Always Ready soll am Dienstag, 19. Mai, Mirassol in Paraguay empfangen, und Independiente Petrolero ist für Mittwoch gegen Botafogo angesetzt.
Damit verlagert Conmebol die sportliche Bühne für mehrere Spiele zugleich nach Paraguay und setzt auf einen Ort, der den Spielbetrieb sichern soll, während in Bolivien die Lage unruhig bleibt. Für die Klubs ist das mehr als eine organisatorische Änderung: Es verschiebt Heimvorteile, Reisepläne und die ohnehin engen Abläufe in einem laufenden internationalen Wettbewerb.

