Lesen: Take Two Earnings Call: Strauss Zelnick sieht KI als Werkzeug, nicht als GTA-Ersatz

Take Two Earnings Call: Strauss Zelnick sieht KI als Werkzeug, nicht als GTA-Ersatz

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sieht künstliche Intelligenz als Werkzeug, mit dem sich Videospiele effizienter entwickeln lassen. Er glaubt aber nicht, dass KI das nächste Grand Theft Auto aus dem Nichts erschaffen kann.

Der -Chef machte die Aussagen am Sonntag in David Senras Podcast. Zelnick beschrieb KI als Mischung aus großen Datensätzen, viel Rechenleistung und einem großen Sprachmodell und sagte, Datensätze seien von Natur aus rückwärtsgewandt. „Denkt daran, was KI ist, auch wenn es Leute im Silicon Valley gibt, die nicht wollen, dass ihr das glaubt“, sagte er.

Die Einordnung hat Gewicht, weil Take-Two mit die Grand-Theft-Auto-Reihe produziert. Grand Theft Auto V kam 2013 auf den Markt und hat sich seitdem weltweit mehr als 200 Millionen Mal verkauft. Grand Theft Auto VI wurde bereits zweimal verschoben und gehört zu den am meisten erwarteten Spielen der Unterhaltungsbranche.

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Zelnick machte zugleich klar, dass KI aus seiner Sicht durchaus ein Spiel im Stil von GTA hervorbringen könnte. Er glaubt nur nicht, dass daraus sofort ein echter Ersatz für die Originale entsteht. „Klone verkaufen sich nicht“, sagte er. Der Unterschied sei entscheidend: „KI ist bisher wirklich großartig bei der Erstellung von Assets, aber die Schaffung von Hits ist nicht dasselbe wie die Erstellung von Assets.“

Die Debatte läuft vor einem Hintergrund, in dem Investoren darauf schauen, ob KI die Einstiegshürden in der Spieleentwicklung senken und etablierte Publisher wie Take-Two unter Druck setzen könnte. Zelnick hat sich dabei schon früher zwischen Produktivitätsgewinnen durch KI und der Entstehung kulturprägender Spiele abgegrenzt. Seine jüngsten Aussagen passen zu dieser Linie: Die Technik kann Arbeit beschleunigen, ersetzt aber nicht automatisch das, was einen Blockbuster ausmacht.

Nach Zelnicks Darstellung fördert Take-Two den Einsatz von Werkzeugen wie Claude von und Gemini von unter den Mitarbeitern. Gleichzeitig warnte er davor, aus einfacheren Tools sofort billigere oder schnellere Blockbuster zu schließen. „Jeder verstand, dass dies mehr Arbeit bedeutet, nicht weniger“, sagte er. Und: „Wenn man bestimmte Dinge einfacher macht, wird der Appetit größer.“

Genau dort liegt die Spannung für die Branche. KI kann Assets liefern und Abläufe straffen. Aber nach Zelnicks Lesart ist der Sprung von schnellerer Produktion zu einem Spiel, das weltweit Hunderte Millionen Käufer erreicht, weiterhin etwas anderes. Das Unternehmen lehnte eine weitergehende Stellungnahme über die Podcast-Aussagen hinaus ab.

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