Düsseldorf rüstet sich für den 23. Japantag: Am Samstag werden weit über 500.000 Besucher in der Stadt erwartet, während die Veranstaltungsgesellschaft D.Live die Bühnen aufbaut und das Gelände am Rheinufer mit Zelten für Stände vorbereitet. Dort sollen Besucher japanisches Essen kaufen, in Comics stöbern oder sich über japanische Kultur informieren können. Die Hauptbühne steht auf dem Burgplatz.
Dieses Jahr ist das Festgelände anders geschnitten als bisher. Die Wiese vor dem Landtag gehört nicht mehr dazu, dafür ist der Rheinpark nördlich der Oberkasseler Brücke neu Teil des Areals. Wer anreist, trifft auf ein dichtes Programm in einer Stadt, die den Japantag längst als eine der größten Partys des Jahres behandelt.
Die Temperaturen spielen dabei ebenfalls eine Rolle. Es werden fast 30 Grad erwartet, deshalb stellen die Stadtwerke an mehreren Orten in der Innenstadt zusätzliche Wasserspender auf. Johanna Sieben sagte dazu: „Wir empfehlen den Besuchern, eigene Wasserflaschen mitzubringen“, „die können sie kostenlos an den Wasserspendern auffüllen.“
Auch das Feuerwerk wirft schon seinen Schatten voraus. Am Freitag baut der japanische Feuerwerksmeister seine Pyrotechnik auf den Oberkasseler Rheinwiesen auf, am Samstagabend wird sie um 23 Uhr gezündet. Das Feuerwerk dauert über zwanzig Minuten und wird vom WDR mit einer Sondersendung live übertragen. Es ist das erste große Feuerwerk in der Landeshauptstadt seit dem schweren Unfall auf der Düsseldorfer Kirmes im vergangenen Jahr mit mehreren Verletzten.
Genau dort liegt auch die Spannung dieses Wochenendes: Ein Massenfest kehrt in einer Stadt zurück, die nach dem Unfall sensibler auf Großfeuerwerk blickt. Der Veranstalter sagt, niemand müsse sich Sorgen machen, „weil die Abschussrampen auf der anderen Rheinseite sind und der Bereich weiträumig abgesperrt ist“. Für die Besucher heißt das: viel Andrang, hohe Temperaturen, ein großes Programm am Fluss — und ein Feuerwerk, das trotz der Vorgeschichte sicher über die Bühne gehen soll.

