Prinzessin Kate soll Andrew Mountbatten-Windsor schon früh gemieden haben, lange bevor König Charles III. ihm im Oktober 2025 die royalen Titel entzog. Bei Familientreffen und königlichen Feiertagen habe sie aufgehört, mit ihm zu sprechen, sagen Vertraute des Palasts.
Royal-Autor Christopher Andersen sagte gegenüber Page Six, Kate sei die erste Royal gewesen, die sich von Andrew abwandte. Er fasste ihre Haltung mit den Worten zusammen: „Sie ist die erste Royal, die ihm den Rücken gekehrt hat.“ Für den 44 Jahre alten Kensington-Palast-Star war das offenbar kein beiläufiger Affront, sondern eine klare Linie gegenüber dem Bruder des Königs.
Besonders deutlich soll sich das im September 2025 beim Requiem für die Herzogin von Kent gezeigt haben. Dort seien William, 43, und Kate Andrew demonstrativ aus dem Weg gegangen, als er das Gespräch suchte. Das passt zu einem Bild, das sich seit Monaten verfestigt: Die Prinzessin will als Ehefrau und Mutter eines künftigen Monarchen vermeiden, dass die Krone durch Andrews Verstrickungen in den Epstein-Skandal beschädigt wird.
Andrews Versuch, im royalen Alltag weiter sichtbar zu bleiben, soll zuletzt sogar an den Toren der Westminster Abbey gescheitert sein. Er habe über Mittelsmänner gebeten, diskret durch einen Seiteneingang zum Weihnachtskonzert eingelassen zu werden. Die Antwort darauf soll laut Christopher Andersen gewesen sein: „Nö, wir wollen dein Gesicht nicht vor der Kamera haben.“
Der Konflikt ist Teil einer längeren Abrechnung mit dem 66-jährigen Andrew Mountbatten-Windsor, der nach dem Verlust des Titels Duke of York nun unter seinem Namen ohne Fürstentitel auftritt. Er bestritt alle Vorwürfe stets und einigte sich in einem Zivilverfahren mit Virginia Giuffre auf einen finanziellen Vergleich ohne Schuldeingeständnis. Giuffre war 41, als der Fall diesen Punkt erreichte.
Dass Charles ihm die Titel entzog, war deshalb mehr als ein symbolischer Schnitt. Es war der offizielle Bruch mit einem Bruder, dessen Name seit Jahren mit Missbrauchsvorwürfen verbunden ist. Für Kate, die im königlichen Machtzentrum inzwischen als ruhige, aber strikte Taktgeberin gilt, war Distanz offenbar die naheliegende Reaktion.
Royal-Autor Robert Hardman beschrieb Andrew einmal als „eine sehr gequälte Seele“. Das mag erklären, warum er im Palastumfeld oft als Problem betrachtet wurde, aber es ändert nichts daran, dass die Familie ihn heute seltener abschirmt als früher. Vor allem Kate zieht ihre Grenze dort, wo sie die Zukunft von Prinz George, dem 12 Jahre alten künftigen Monarchen, berührt sieht.
Genau darin liegt die größere Bedeutung dieses Bruchs. Wenn die Königin in spe Andrew nicht mehr duldet, dann nicht aus Höflichkeit, sondern aus Kalkül: Die Monarchie soll nicht noch einmal in denselben Strudel geraten. Und je deutlicher Kate diese Linie zieht, desto klarer wird, dass Andrew Mountbatten-Windsor im innersten Kreis kaum noch einen Platz hat.

