Arcotel Hotels hat am Weltbienentag 2026 die Bilanz seiner Aktion Give Bees A Chance vorgelegt: Seit dem Start 2015 haben 334.889 Hotelgäste freiwillig auf die tägliche Zimmerreinigung verzichtet. Aus dem Gästebeitrag sind bis 2025 eine Million Euro für Bienenschutz, Umweltbildung und Forschungsprojekte zusammengekommen.
Das Unternehmen teilte mit, dass es dafür jährlich mindestens 150.000 Euro in entsprechende Kooperationsprojekte investiert. Alle Betriebe der Gruppe in Österreich und Deutschland sind nach Green Key zertifiziert, einem internationalen Standard, der jedes Jahr Vorgaben zu Energie, Wasser, Abfall und der Reduktion von Plastik prüft.
Die Zahlen geben der Initiative Gewicht. Arcotel verbindet den Verzicht auf Zimmerreinigung mit direkter Finanzierung für Projekte, die über das Hotel hinausreichen. Dr. Renate Wimmer verwies dabei auf „die wirtschaftliche und ökologische Bedeutung von Bienen für funktionierende Ökosysteme und eine sichere Ernährung“.
Zum Netzwerk gehören mehrere konkrete Projekte: Das Hotel Kaiserwasser in Wien betreibt ein Dach-Apiarium mit rund 500.000 Bienen, deren Honig am Frühstücksbuffet angeboten wird. Eine DNA-Analyse des Honigs wies 105 Pflanzentaxa und 95 Pflanzenarten in der urbanen Umgebung des Hauses nach. Darüber hinaus unterstützt Arcotel vier Hektar Bienenweide im niederösterreichischen Marchfeld über eine Partnerschaft mit BeeWild, arbeitet mit Mellifera an Bienenwissen in Volksschulen in Stuttgart, kooperiert mit Stadtbienen Berlin bei der Umgestaltung von Brachflächen und fördert Schulprojekte in Dresden und Hamburg.
Hinzu kommen eine Patenschaft für Honigbienen im Tiergarten Schönbrunn sowie die Unterstützung von Forschungsprojekten des Naturhistorischen Museums Wien. Für jüngere Gäste verteilt die Gruppe beim Check-in die fünfte Ausgabe ihres Bienenpocketbuchs, das von einer Wiener Künstlerin illustriert wurde und auf regional zertifiziertem Papier ohne Plastik gedruckt ist. Über die Website und per QR-Code gibt es zudem ein digitales Spiel dazu. Die Bilanz zeigt: Aus einer einfachen Opt-in-Entscheidung an der Zimmertür ist ein dauerhaftes Fördermodell geworden, das Spenden, Bildung und Forschung seit einem Jahrzehnt eng miteinander verknüpft.
