Eddie Mansfield sagt, Marty Jannetty habe seinen Fuß amputiert bekommen. Die Bemerkung machte der frühere Wrestler in einem Gespräch bei Monte and the Pharaoh und beschrieb Jannetty als einen seiner engsten Freunde, der seit Jahren mit schweren Problemen an den Knöcheln und mit einer Sepsis-Vorgeschichte kämpfe.
Mansfield sagte, er und Jannetty kennten sich seit 40 Jahren. Jannetty habe schon lange gegen gesundheitliche Folgen angekämpft, die nach seinen Worten mit Knöcheln begannen, die in einem WWE-Ring beschädigt worden seien. Mansfield schilderte ihn als Mann, der über Jahre „für sein Leben gekämpft“ habe und dessen Probleme immer wieder von denselben Verletzungen ausgingen.
Die Schwere der Lage macht seine Darstellung so auffällig. Mansfield sagte, Jannetty habe in den XWF-Tagen spezielle Schuhe gebraucht, um überhaupt in den Ring zu kommen, als er ihn damals produzierte. Trotzdem habe Jannetty nicht geklagt und jeden Einsatz erledigt. In derselben Schilderung warf Mansfield WWE vor, den ehemaligen Star nicht ausreichend unterstützt zu haben, obwohl Jannetty der Firma nach seiner Darstellung Millionen eingebracht habe.
Jannetty hatte seine gesundheitliche Lage zuvor selbst öffentlich gemacht. Damals sagte er, Ärzte hätten ihm nach einer Sepsis, die sich in seinen Knöchel ausgebreitet hatte, eine Amputation nahegelegt. Er sagte zu diesem Zeitpunkt, er habe sich nicht dazu durchringen können. Nach der jüngsten Schilderung von Mansfield hat sich die Situation inzwischen verschlechtert, weil die Infektion erneut aufgeflammt sein soll.
Das wirft die unangenehme Frage auf, wie weit die Folgen seiner Karriere reichen. Mansfield verknüpfte Jannettys Zustand direkt mit Verletzungen aus dem Wrestling-Ring und forderte, WWE und Shawn Michaels hätten eingreifen und für die bestmögliche medizinische Versorgung sorgen müssen. Seine Vorwürfe zielen damit nicht nur auf eine Krankheit, sondern auf die Art und Weise, wie eine jahrelange Belastung offenbar erst sehr spät ernst genommen wurde.
Für Jannetty ist die Nachricht deshalb mehr als eine weitere Gesundheitsmeldung. Sie bestätigt, dass aus einem langjährigen Kampf um die Knöchel nun ein noch gravierenderer Einschnitt geworden ist. Für Fans bleibt vor allem eines: die Erkenntnis, dass die gesundheitlichen Folgen einer Wrestling-Karriere hier nicht abstrakt sind, sondern den Alltag eines Mannes bestimmen, der einst vor Millionen auftrat und nun nach Angaben eines alten Weggefährten um seine Mobilität ringt.
