Max Schönhaus hat sich beim Hamburg Open ins Hauptfeld gespielt. Der 18-Jährige aus Ense setzte sich am Sonntag im Finale der Qualifikation gegen den US-Amerikaner Marcos Giron mit 6:7 (5:7), 6:4, 7:6 (7:5) durch.
Für Schönhaus ist der Auftritt am Rothenbaum der bislang größte Schritt auf der ATP-Bühne. Im vergangenen Jahr hatte er bereits das Endspiel der Junioren bei den French Open erreicht, nun steht er bei einem ATP-500-Turnier im Hauptfeld.
Der Sieg kam nach einem engen, langen Match, das erst im dritten Tiebreak entschieden wurde. Schönhaus hielt dabei auch in den heiklen Momenten dagegen und nutzte am Ende die kleine Lücke, die Giron ließ. Genau solche Partien entscheiden oft darüber, ob ein Nachwuchsspieler nur auffällt oder sich wirklich im Herrentennis festsetzt.
Für den Hamburger Hauptfeldauftakt bleibt die Lage in Bewegung. João Fonseca zog sich wegen leichter Beschwerden im rechten Handgelenk vom Turnier zurück, obwohl er bereits in Hamburg angekommen war. Der an Position 29 der Weltrangliste geführte Brasilianer hatte sich zuvor für den Rückzug bedankt und sich für die Unterstützung und Gastfreundschaft seit seiner Ankunft bedankt.
Auch abseits von Schönhaus verschoben sich die deutschen Hoffnungen am Sonntag. Henri Squire unterlag in der Qualifikation Rinky Hijikata mit 7:6 (7:4), 5:7, 6:7 (5:7), während Diego Dedura in der ersten Runde des Hauptfelds Frances Tiafoe mit 4:6, 4:6 unterlag. Nach Angaben aus dem Turnierumfeld war Dedura damit der erste von sechs deutschen Startern in der ersten Runde am Rothenbaum, der ausschied.
Das macht den Einzug von Schönhaus umso bemerkenswerter. Das Hamburg Open ist ein ATP-500-Turnier, und mit seinem Erfolg gehört der junge Deutsche plötzlich zu den Namen, die in dieser Woche genauer beobachtet werden. Nach dem langen Qualifikationsweg hat er sich eine Hauptfeldchance erarbeitet, die weit mehr ist als nur ein Eintrag in der Turnierliste.

