Am frühen Samstagmorgen, dem 16.05.2026, ist die Freiwillige Feuerwehr Bad Salzuflen nach Wüsten alarmiert worden. Der Alarm lief unter dem Stichwort Feuer Fläche/Wald 3 - massive Rauchentwicklung. Die Einsatzkräfte fuhren zu einem kleinen Waldstück an der Vlothoer Straße, wo ein Traktor etwa 500 Meter von der Straße entfernt Feuer gefangen hatte.
Das Feuer hatte sich bereits auf rund 50 Quadratmeter Waldfläche ausgebreitet. Starke Böen drohten, die Flammen weiter in den Wald und auf eine angrenzende Wiese zu tragen. Neben den hauptamtlichen Kräften und den Löschgruppen Wüsten und Bad Salzuflen wurden mehrere Sonderfahrzeuge mit Schlauchmaterial und zusätzlichem Löschwasser nachgeführt. Auch der Abrollbehälter Wasser kam bei dem Einsatz zum Einsatz.
Was zunächst wie ein realer Flächenbrand wirkte, war in Wahrheit eine Einsatzübung. Etwa 40 Wehrleute und einige Übungsbeobachter waren beteiligt. Unter der Aufsicht von Sascha Soormann sollte das Zusammenspiel von Drohne, langen Schlauchleitungen, Wasserförderung und Wasserspeicherung geübt werden. Trainiert wurde außerdem das Fahren in unwegsamem Gelände und der Transport von Wasser zu einer abgelegenen Einsatzstelle.
Besonders im Blick stand dabei die neue Drohneneinheit der Feuerwehr, die am 1. Mai 2026 offiziell in Dienst gegangen war und nun erstmals bei einem Einsatz eingesetzt wurde. Mit Hilfe der Drohne wurden zügig Luftaufnahmen gemacht, die dem Einsatzleiter einen schnellen Überblick über die Gesamtlage gaben. Für die Dauer der Übung blieb die Vlothoer Straße etwa 1,5 Stunden gesperrt.
Die Übung zeigt, worauf es bei Bränden in ländlichen Bereichen ankommt: auf Tempo, auf Wasser und auf Wege, die nicht immer einfach sind. Genau dort liegt die Herausforderung bei Wald- und Flächenbränden, und genau dafür wurde dieser Alarm in Wüsten angesetzt.
