Die Gladiators Trier kehren nach 22 Jahren in die Bundesliga-Playoffs zurück, und der Auftakt gegen Bayern München hat den Klub schon vor dem ersten Sprungball in Bewegung versetzt. Das erste Heimspiel der Serie am 23. Mai 2026 um 14:30 Uhr in Trier ist ausverkauft.
Die 2.800 Tickets im freien Verkauf waren in drei Minuten weg. Die 2.600 Dauerkarteninhaber können ihr Vorkaufsrecht noch nutzen, doch schon jetzt zeigt der Andrang, wie außergewöhnlich dieser Postseason-Lauf für den aktuellen Zweitligameister ist. Die Viertelfinalserie zwischen Gladiators Trier und Bayern München beginnt am 17. Mai 2026 um 16:30 Uhr in München, Spiel 2 folgt dort am 19. Mai 2026 um 20:30 Uhr. Danach geht es am 23. Mai nach Trier, Spiel 4 ist für den 25. Mai 2026 um 18:30 Uhr angesetzt. Steht es danach 2:2, fällt die Entscheidung am 27. Mai 2026 um 18:30 Uhr wieder in München.
Dass ausgerechnet Bayern der Gegner ist, macht die Aufgabe nicht kleiner. München gewann 2025 die Finalserie gegen Ulm und ist amtierender deutscher Meister. Trier verlor in dieser Saison alle drei direkten Duelle mit Bayern. Für die Gladiators ist es trotzdem eine besondere Bühne: Sie stehen erstmals seit 22 Jahren wieder in den Playoffs, und der Klub trifft auf einen Titelverteidiger, der in dieser Phase der Liga als Maßstab gilt.
Personell und sportlich bringt das Duell zusätzliches Gewicht mit sich. Bayerns Andi Obst hat seinen Vertrag bis 2029 verlängert und wurde in dieser Saison zum wertvollsten Spieler der Bundesliga gewählt. Jordan Roland kam als bester Offensivspieler der Spielzeit dazu. Auf der Trainerbank sitzen zwei Extreme der Liga: Trier-Coach Jacques Schneider ist mit 33 Jahren der jüngste Trainer der Liga, Bayern-Ikone Svetislav Pesic ist 76 und der erfahrenste Coach. Pesic, der 1993 mit der deutschen Nationalmannschaft Europameister wurde und 2002 mit Jugoslawien Weltmeister, will nach der Saison aufhören.
Auch die Fan-Seite deutet auf ein ungewöhnliches Wochenende hin. Rund 200 Trierer Anhänger bestellten für das erste Auswärtsspiel in München über den Fanclub Fastbreak Tickets, der mit deutlich mehr mitreisenden Gladiators-Fans rechnet. Im Dezember waren beim Ligaauswärtsspiel in München fast 1.000 Trierer Anhänger in der Halle. Bei Urald King klang die Vorfreude entsprechend knapp und deutlich: „Es ist Obst im Haus“.
Für Trier ist die Serie mehr als nur ein Playoff-Duell. Sie ist der Beweis, dass die Rückkehr auf diese Bühne sofort trägt. Für Bayern ist sie der erste Schritt auf dem Weg zur nächsten Titelverteidigung. Und für beide beginnt sie mit einem Spiel, das schon vor dem ersten Tipp-off ausverkauft ist.
