Lesen: Chelsea – Man City: Finale, Proteste und Managerchaos vor Wembley

Chelsea – Man City: Finale, Proteste und Managerchaos vor Wembley

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geht am Samstag mit einer Bilanz von acht Siegen und acht Niederlagen in FA-Cup-Endspielen gegen ins Wembley-Stadion, und doch hängt an diesem Finale weit mehr als nur ein Pokal. Die Londoner haben ihre vergangenen drei Endspiele in diesem Wettbewerb verloren. Ein weiterer Fehlschlag würde die Krise eines Klubs vertiefen, der in der Premier League nur Neunter ist, keinen festen Trainer hat und dessen Saisonziel Champions-League-Qualifikation längst außer Reichweite liegt.

Ein Sieg würde Chelsea immerhin einen Platz in der zweiten Klassifikationsebene der Europa League sichern und dem Klub den ersten nationalen Titel seit 2018 bringen. Manchester City geht dennoch als klarer Favorit in das Finale. Für Chelsea ist das Spiel damit sowohl Chance als auch Belastungsprobe: Auf dem Rasen kann die Mannschaft den schwachen Verlauf der Saison noch wenden, daneben wächst der Druck von außen weiter. Vor dem Anpfiff hat die Gruppe Not A Project CFC einen Marsch auf der Wembley Way um 13:30 BST angekündigt. Geplant ist außerdem ein großes Banner, das sich gegen die Eigentümergruppe und die Sportdirektoren des Klubs richtet.

Die Unruhe kommt nicht aus dem Nichts. Chelsea steht seit einem Vergleich aus dem vergangenen Jahr unter strengen Uefa-Finanzkontrollen, die die Ausgaben begrenzen. Der Klub muss also gleichzeitig sportlich liefern und wirtschaftlich vorsichtig bleiben. Das macht die Suche nach einem neuen Cheftrainer noch heikler. Auf der Liste sollen von Bournemouth, von Fulham und der frühere Real-Madrid-Trainer stehen. Intern heißt es, das Rennen sei offen. Von außen gilt Alonso als Favorit.

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Der Trainerposten ist bei Chelsea in dieser Saison zum Symbol der Instabilität geworden. verließ den Klub nach einem Zerwürfnis mit der Hierarchie am Neujahrstag, danach wurde Liam Rosenior von Partnerklub Strasbourg geholt. Er hielt weniger als vier Monate. holte im Januar bei seinem ersten Einsatz als Verantwortlicher einer Profimannschaft beim 1:1 im Etihad Stadium einen Punkt. Das Kapitel der Übergangslösungen hat die Lage nicht beruhigt, sondern eher verdeutlicht, wie sehr Chelsea nach einer klaren Linie sucht.

Die Fanwut richtet sich längst nicht nur gegen Ergebnisse. Drei Tage nach dem Finale folgt das letzte Heimspiel der Saison gegen Tottenham, und dort wollen Anhänger in der 22. Minute den Rücken zum Spielfeld drehen. Die Zahl verweist auf 2022, das Jahr, in dem BlueCo den Klub übernahm. Die Gruppe sagt, die Proteste seien ein Versuch, eine öffentliche Botschaft zu senden: Man habe kein Vertrauen in die aktuelle Eigentümerschaft und die Richtung, in die sich der Klub bewege. Für Chelsea ist das Wembley-Finale deshalb mehr als ein Spiel gegen Manchester City. Es ist die Bühne, auf der sich zeigt, ob ein schwer geprüfter Verein noch einmal einen schnellen Ausweg findet oder ob der Druck aus Tabellenplatz, Trainerfrage und Zuschauerprotest den Sommer bestimmt.

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