Der 1. FC Kaiserslautern fährt mit einem klaren Ziel zur Avnet Arena: Am Sonntag um 15.30 Uhr soll beim 1. FC Magdeburg ein Sieg her, der den Sprung auf Platz sechs noch möglich macht. Trainer Torsten Lieberknecht verlangt dafür im Saisonfinale volle Konzentration. „Auch im letzten Spiel möchten wir die größtmögliche Seriosität auf den Platz bringen“, sagte er vor der Partie.
Kaiserslautern ist zwar bereits sicher Siebter und würde diese Platzierung damit wie im Vorjahr abschließen, doch ein Auswärtserfolg könnte die Mannschaft bei einem passenden Ergebnis von Hertha BSC in Bielefeld noch einen Rang nach vorn bringen. Lieberknecht machte deutlich, dass sein Team dafür selbst liefern muss: „Wir können noch einen Platz gutmachen in der Tabelle und möchten dafür versuchen, auswärts etwas mitzunehmen“.
Die Aufgabe in Magdeburg ist trotzdem alles andere als ein Routineabschluss. Der Gastgeber will im eigenen Stadion den Relegationsplatz vermeiden und tritt mit einem Spielstil an, den Lieberknecht als klar strukturiert und individuell stark beschreibt. „Da werden wir jeden auf dem Platz brauchen, um Spieler wie Zukowski, Atik oder Nollenberger in Schach zu halten“, sagte der Trainer. Über den Gegner ergänzte er: „Teilweise spielen sie wie ein Tabellenerster.“
Für Kaiserslautern kommt hinzu, dass mehrere Spieler ausfallen. Ivan Prtajin fehlt wegen eines Achillessehnenrisses, Mika Haas wegen Rückenproblemen, Semih Sahin wegen einer Bauchmuskelverletzung und Luca Sirch nach einer Gelbsperre. Auch Norman Bassette ist wegen einer Fußverletzung noch fraglich. Die personellen Engpässe treffen die Pfälzer ausgerechnet vor einem Spiel, in dem sie in jeder Phase Stabilität brauchen werden.
Am Interesse der Fans wird es nicht scheitern. Die 2.373 Karten für den Auswärtsblock sind verkauft, das Heinz-Krügel-Stadion ist mit rund 30.100 Zuschauern ausverkauft. Geleitet wird die Partie von Dr. Max Burda vom SC Staaken. Der 36 Jahre alte Jurist steht damit bei einem Spiel im Mittelpunkt, das für beide Klubs den Schlusspunkt einer langen Saison setzt.
Für Kaiserslautern bleibt die Rechnung einfach und doch anspruchsvoll: gewinnen, auf einen Ausrutscher in Bielefeld hoffen und die Saison doch noch mit einem kleinen Sprung nach oben beenden. Magdeburg wiederum braucht im eigenen Stadion Punkte gegen den Abstiegsknoten. Genau diese Konstellation macht aus dem letzten Spieltag mehr als nur einen formalen Abschluss.
