Mehr als 450.000 Menschen in Tirol nutzen Id Austria im Alltag. Für die meisten Amtswege und viele Verwaltungsprozesse ist die digitale Identität damit längst selbstverständlich geworden, wie der zuständige Landesrat Mario Gerber betont.
Gerber sagte, die Id Austria habe sich im Alltag der Bürgerinnen und Bürger etabliert und erleichtere zahlreiche Amtswege sowie Verwaltungsprozesse. Tirol liegt mit einer Nutzungsquote von rund 67 Prozent über dem österreichischen Durchschnitt von etwa 63 Prozent. Die Zahlen zeigen, dass der digitale Ausweis in dem Bundesland nicht mehr als Zusatzangebot wahrgenommen wird, sondern als Standard für immer mehr Menschen.
Id Austria ist grundsätzlich fünf Jahre gültig und muss danach erneuert werden. Wer eine hinterlegte E-Mail-Adresse hat, wird rechtzeitig über das Ende der Gültigkeit informiert; zusätzlich weist die App auf den Ablauf hin. Nachsehen lässt sich die Laufzeit in der App im Bereich Konto. Das ist auch wichtig, weil der Dienst für sichere Online-Amtswege und digitale Signaturen genutzt wird und damit direkt in den Verwaltungsalltag eingreift.
Seit dem 1. April wird Id Austria in den Bezirkshauptmannschaften Reutte, Imst und Lienz auch für nicht-österreichische Staatsbürger ausgestellt. Im April wurden dort insgesamt rund 290 neue Id Austria ausgegeben. Die Öffnung auf die Bezirke ist Teil einer Ausweitung des Angebots und neuer Zielgruppen, die den Zugang zum digitalen Ausweis erleichtern soll.
Gerade für Menschen ohne österreichische Staatsbürgerschaft bleibt die Erneuerung aber an eine Registrierungsbehörde gebunden. Wer die App nutzt, sollte außerdem nur den offiziellen Hinweisen folgen, denn es gibt auch Phishing-Versuche, die auf den digitalen Ausweis zielen. Die Sicherheit der Anwendung ist damit ebenso Teil der Geschichte wie ihre wachsende Verbreitung: Je stärker Id Austria im Alltag verankert ist, desto größer wird auch der Bedarf, Nutzerinnen und Nutzer vor Missbrauch zu schützen.
Registrieren kann man sich ab dem vollendeten 14. Lebensjahr. Für Tirol ist die Entwicklung ein klarer Hinweis darauf, dass die digitale Identität im Land angekommen ist. Die nächste Frage ist daher nicht mehr, ob Id Austria angenommen wird, sondern wie weit der Dienst in den Bezirken und bei neuen Nutzergruppen noch wachsen kann.
