Lesen: Natalie Harp trieb Trumps schärfste Social-Media-Posts im Weißen Haus voran

Natalie Harp trieb Trumps schärfste Social-Media-Posts im Weißen Haus voran

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brachte Präsident nach einem Bericht der stapelweise ausgedruckte Entwürfe für Social-Media-Beiträge ins Büro und half ihm später sogar beim Posten ganzer Serien genehmigter Nachrichten. Die 79-jährige Regierungsspitze war damit nicht nur Empfängerin der Vorschläge, sondern laut dem Bericht auch der Taktgeber hinter einigen von Trumps schrillsten Online-Ausfällen.

Harp, die Mitte 30 ist, sagte, sie arbeite für Trump und höre nur auf ihn. Der Bericht zeichnet sie als die treibende Kraft hinter Posts, die den Präsidenten immer wieder in den grellsten Ton seiner Online-Präsenz schickten. Trump hat seit seiner Rückkehr ins Amt nach einer Auswertung des Blatts 8.800-mal gepostet. Seit vergangenem Januar ging er 44-mal in Truth-Social-Blitzes mit mindestens einem Dutzend Beiträgen zwischen 20 Uhr und 6 Uhr morgens ET, und am Montag veröffentlichte er 54 Posts zwischen 22.14 Uhr und 1.12 Uhr. Einige davon verschwanden später wieder, darunter ein rassistisches Video, das Barack und als Affen darstellte, sowie ein KI-generiertes Bild, das Trump als Jesus Christus zeigte.

Der Ablauf, so die Berichterstattung, ist mehr als nur ein Stilwechsel. Trump genehmigt demnach mindestens alles persönlich, was auf seinem Konto landet. White-House-Mitarbeiter waren dem Bericht zufolge frustriert, weil Harp ihre Vorschläge weder mit dem Büro des Stabschefs noch mit Kommunikationsmitarbeitern oder nationalen Sicherheitsbeamten teilte. Stattdessen arbeitete sie direkt für den Präsidenten und hatte damit Zugang zu einem Kanal, der für die Regierung politisch nützlich, intern aber schwer zu kontrollieren war.

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Die Reibung zeigt sich auch daran, wie Trump diese Plattform nutzt. sagte, man bespreche interne Abläufe nicht, doch kein anderes Social-Media-Werkzeug sei so wirksam wie Truth. Die Plattform erlaube Trump, seine ungefilterten und direkten Gedanken an die amerikanische Öffentlichkeit zu richten, ohne dass die voreingenommenen Medien sie aus dem Zusammenhang reißen. Gleichzeitig zeigt das Muster seiner nächtlichen Aktivität, wie sehr der Account längst zum politischen Instrument geworden ist: Laut der Analyse des Blatts tauchte Trump seit Jahresbeginn wiederholt tief in die Nacht ab, und in einem Fall teilte er am Montag Posts, in denen als Verräter bezeichnet und seine Verhaftung gefordert wurde.

Die offene Frage ist damit nicht, ob Trump selbst hinter seinem Konto steht, sondern wie viel Macht Harp innerhalb dieses Systems tatsächlich ausübte. Nach dem Bericht sprach sie für einen Präsidenten, der alles abnickt, was auf seine Seite geht, und genau deshalb konnte sie sich an den offiziellen Kontrollstellen vorbei an die heikelsten Botschaften heranarbeiten.

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