Lesen: Glennkill Kino bringt den Schafskrimi nach 20 Jahren auf die Leinwand

Glennkill Kino bringt den Schafskrimi nach 20 Jahren auf die Leinwand

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Nach fast 20 Jahren kommt „“ ins Kino. Die Verfilmung von Leonie Swanns Roman, der 2005 bei erschien, setzt die Geschichte von Schäfer und seinen klugen Schafen als Mischung aus Realfilm und Animation neu in Szene.

Im Zentrum steht erneut George Hardy, der mit seinem Wohnwagen am Rand der Weide in den irischen Provinzen lebt, seinen Schafen jeden Abend Bücher vorliest und eines Morgens tot auf der Wiese gefunden wird. Weil die Tiere seinen Tod nicht hinnehmen, beginnen Lily, Mopple und Sebastian selbst zu ermitteln, während im Nachbardorf der örtliche Polizeibeamte nach Spuren sucht.

Die Vorlage ist längst mehr als ein Nischenhit. Der Roman verkaufte sich in Deutschland 1,5 Millionen Mal und wurde in 30 Sprachen übersetzt. Dass nun Glennkill Kino entsteht, hat auch mit diesem Erfolg zu tun: Die Geschichte besitzt ein internationales Publikum und ist so bekannt, dass ein Filmstart zwei Jahrzehnte später noch auf Interesse stößt. Für die deutsche Fassung sprechen und die beiden wichtigsten Wollfiguren, während Julia Louis-Dreyfus, Brian Cranstond, Chris O'Dowd, Regina Hall und Patrick Stewart die Originalstimmen der Schafe übernehmen. Hugh Jackman, Emma Thompson und Hong Chau spielen Nebenrollen. Craig Mazin schrieb das Drehbuch, Kyle Balda führte Regie.

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Die Verfilmung geht dabei spürbar leichter an den Stoff heran als das Buch. Der Film ist weniger düster und stärker auf Familien zugeschnitten. Das ist der eigentliche Bruch mit der Vorlage, denn der Roman behandelte neben dem Mordfall auch Depression und Suizid. Genau dort liegt die Spannung zwischen Buch und Kino: Die Tierdetektive bleiben erhalten, doch der Schmerz der Geschichte wird abgeschwächt. Ein verbanntes Winterlamm hilft am Ende Tim Derry und den Schafen, den Fall zu lösen. Damit beantwortet der Film die Frage, wie viel Schwere ein Publikumsgarant aus einem Kultroman noch tragen soll: genug für einen Krimi, aber nicht mehr so viel, dass er Familien fernhält.

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