Ein Feuerwerk nach dem Sieg von Inter Milan im Coppa-Italia-Finale gegen Lazio hat am Mittwochabend ein Match bei den Italian Open in Rom gestoppt. Der Rauch wurde vom Wind zum Foro Italico getragen, nur knapp 300 Meter vom Stadio Olimpico entfernt, und legte die Partie zwischen Luciano Darderi und Rafael Jódar lahm.
Zum Zeitpunkt der Unterbrechung stand es 6:5, 15:0 für Jódar, während Darderi zum Tiebreak des ersten Satzes aufschlug. Der erste Satz hatte zu diesem Zeitpunkt schon länger als eine Stunde gedauert. Dann wurde der Rauch so dicht, dass Darderi sich weigerte, weiterzuspielen.
Die Unterbrechung traf nicht nur den Platz, sondern auch die Technik. Das elektronische Refereesystem, der Hawkeye, funktionierte während des Stillstands nicht richtig. Nach zehn oder fünfzehn Minuten Wartens begannen die Spieler, den Ball zu schlagen, um das System zu testen. Schließlich verzog sich der Rauch, und Darderi gewann den ersten Satz im Tiebreak.
Dass ein Match bei den Italian Open wegen Rauch aus einer benachbarten Fußballfeier unterbrochen wurde, ist nach Angaben aus dem Umfeld des Turniers etwas, das in diesem Sport wohl noch nie passiert ist. Es war ein ungewöhnlicher Zusammenstoß zweier Großveranstaltungen am selben Abend, ausgelöst nicht durch Wetter oder Technik, sondern durch die Nähe zweier Arenen, die nur einen kurzen Fußweg voneinander entfernt liegen.
Für die Organisatoren bleibt vor allem die Frage, wie sich ein solcher Störfall bei einem Turnier in einer Stadt verhindern lässt, in der große Sportereignisse oft gleichzeitig stattfinden. Für Darderi war der Abend am Ende trotzdem ein erfolgreicher: Er kam zurück, spielte den Satz zu Ende und sicherte sich nach der Rauchpause den ersten Durchgang.

