Dick Parry ist am 22. Mai im Alter von 83 Jahren gestorben. David Gilmour teilte die Nachricht auf Instagram mit und schrieb, sein „lieber Freund“ sei an diesem Morgen gestorben. Eine Todesursache wurde nicht genannt.
Parrys Name ist untrennbar mit dem Klang von Pink Floyd verbunden. Sein Saxofon prägt Aufnahmen wie „Money“, „Us and Them“ und „Shine On You Crazy Diamond“; er spielte 1973 auf The Dark Side of the Moon und 1975 auf Wish You Were Here, zwei Alben, die die Band weltberühmt machten. Gilmour sagte, er habe seit seinem 17. Lebensjahr mit Parry in Bands gespielt und beschrieb dessen Gefühl und Ton als unverwechselbar, als eine Signatur von großer Schönheit, die Millionen kennen.
Parry wurde am 22. Dezember 1942 in Kentford, Suffolk, geboren und begann seine Laufbahn in den frühen bis mittleren 1960er Jahren mit der Cambridge-Band The Soul Committee. Er traf Gilmour in Cambridge, später spielte er auch bei The Who auf deren Tourneen 1979 und 1980. Bei Pink Floyd blieb er über Jahrzehnte präsent: 1994 wirkte er auf The Division Bell mit, 1995 auf Pulse.
Der Verlust trifft eine Generation von Hörern, für die Parrys Saxofon nicht bloß Begleitung war, sondern ein Kern des Pink-Floyd-Sounds. Dass Gilmour seine Trauer öffentlich machte, unterstreicht, wie eng diese Verbindung bis zuletzt blieb. Parry arbeitete auch mit anderen Künstlern und auf weiteren Alben, doch für viele wird er vor allem der Musiker sein, der Songs wie „Money“ und „Us and Them“ ihre schwebende, unverwechselbare Linie gab.
Gilmour erinnerte daran, dass Parry in der letzten Band gespielt habe, die er mit Rick Wright hatte, für die On An Island Tour und bei Live 8 mit Pink Floyd. Damit endet die Geschichte eines Musikers, dessen Spiel weit über einzelne Soli hinausging: Dick Parry war der Mann, der dem Sound von Pink Floyd eine Stimme gab, die sofort zu erkennen blieb.
