Cencosud ist in Chile mit Don Salva in das Supermarkt-Discountsegment eingestiegen. Die erste Filiale der neuen Marke öffnete am 22. Mai in der Santo-Domingo-Straße im Zentrum von Santiago und markiert damit den Beginn eines Formats, das sich auf dauerhafte Ersparnisse und die Bedürfnisse von Nachbarschaftskunden richtet.
Der Konzern beschreibt Don Salva als einfaches und effizientes Modell, das bessere Preise bieten soll, ohne den Zwang zu großen Einkaufsvolumen. Die Läden sollen rund 180 Quadratmeter groß sein und Waren aus Kategorien wie Lebensmittel, Backwaren, Körperpflege, Spirituosen, Frischwaren und weiteren Grundprodukten führen. Für Cencosud ist das ein neuer Schritt in einem Markt, der in Chile bereits von Discount-Anbietern wie Mass und Ahorra Food Depot geprägt ist.
Die Eröffnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich der Wettbewerb in diesem Segment weiter verdichtet. Im Jahr 2024 hatte Mass von Intercorp Erbi übernommen, und nun setzt auch Cencosud auf eine eigene Antwort im Discountgeschäft. Das Unternehmen teilte mit, dass es im Laufe des Jahres weitere erste Don-Salva-Läden in Santiago Centro und in den wichtigsten Gemeinden der Metropolregion eröffnen will.
Cristián Siegmund begrüßte den Start des Formats und sagte, Don Salva kombiniere günstige Preise im Alltag, erweitere das Portfolio und stärke den Wert, den der Konzern liefere, während der gewohnte Standard bei Qualität und Service erhalten bleibe. Für Cencosud, dessen Supermarktportfolio in Chile bereits aus Jumbo, Santa Isabel und SPID besteht, ist Don Salva damit mehr als nur ein weiterer Name im Regal: Es ist der Versuch, im Preiswettbewerb der Metropolregion sichtbarer zu werden, wo viele der Discount-Märkte ohnehin schon konzentriert sind.
Der nächste Test für Don Salva wird nicht der Markenstart selbst sein, sondern die Frage, ob das Konzept über das erste Geschäft hinaus rasch genügend Präsenz gewinnt, um im harten Discounter-Markt gegen die bereits etablierten Konkurrenten mitzuhalten.

