Christian Kohlund ist wieder als Thomas Borchert zu sehen: Das Erste wiederholt den 20. Fall „Der Zürich-Krimi: Borchert und die Stadt in Angst“ aus dem Dezember 2024. Teil zwei wird eine Woche später am Donnerstag, 28. Mai, um 20.15 Uhr gezeigt.
Im Film erschüttert eine Mordserie die Stadt Zürich. Hauptmann Furrer bittet Borcherts Anwaltsfreunde um Hilfe, weil die Opfer offenbar keinerlei Verbindung aufweisen. Genau aus diesem Grund setzt die Folge auf die Figur von Kohlund, der Borchert als unbeirrbaren, aber zweifelnden Ermittler spielt.
Kohlund, 1950 in Basel geboren, hat in dieser Rolle längst eine zweite Fernsehheimat gefunden. Zuvor war er von 2004 bis 2014 in der ARD-Wohlfühlreihe „Das Traumhotel“ als Manager luxuriöser Bleiben zu sehen, bevor er 2016 als desillusionierter Anwalt und Wohnwagen-Bohemien in „Der Zürich-Krimi“ zurückkehrte. Die Reihe gehört seit Jahren zu jenen Formaten, die eher als Detektiv- denn als Gerichts- oder Juristenfilm funktionieren.
Auch dieser Zweiteiler folgt diesem Ton. Stammregisseur Roland Suso Richter inszeniert die Geschichte in stimmungsvollen, oft dunklen Bildern, während Anne und David Bennent als Erwachsene ein geheimnisvolles Geschwisterpaar auf zwei Zeitebenen spielen. David Bennent, der 1979 durch Volker Schlöndorffs Oscar-prämierten Film „Die Blechtrommel“ berühmt wurde, bringt dabei ein zusätzliches Gewicht in die Besetzung.
Für Kohlund ist Borchert keine glatte Heldenfigur. Über ihn sagt der Schauspieler, Borchert sei stur, auch wenn er nur eine geringe Ahnung habe, in welche Richtung ein Fall gehen könnte. Er sei ein Zweifler, sagt Kohlund weiter, jemand, der an dem zweifelt, was er sieht, und Dinge hinterfragt. Genau diese Haltung trägt die Figur durch einen Fall, in dem die Stadt zwar Alarm schlägt, die Spuren aber zunächst ins Leere laufen.
Dass Das Erste den Film jetzt erneut zeigt, lenkt den Blick noch einmal auf eine Reihe, die auf Spannung ohne großes Protokoll setzt. Der zweite Teil kommt am 28. Mai um 20.15 Uhr, und die Frage, ob Borchert die Mordserie in Zürich entwirren kann, ist dabei längst beantwortet: Er geht dorthin, wo andere keine Verbindung mehr sehen, und macht aus dem Zweifel seine stärkste Waffe.
