1. FC Lok Leipzig hat sich am letzten Spieltag der Regionalliga Nordost mit einem 5:2 gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg den Staffeltitel gesichert. Vor 8.985 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion drehte das Team von Jochen Seitz eine Pause nach 0:1-Rückstand und machte damit die Meisterschaft perfekt.
Leipzigs Abend begann holprig. Nach dem Rückstand zur Halbzeit traf Ayodele Adetula direkt nach Wiederanpfiff in der 47. Minute zum Ausgleich, doch Magdeburg II ging in der 49. Minute noch einmal in Führung. Erst als Farid Abderrahmane in der 63. Minute einen Foulelfmeter verwandelte, kippte die Partie endgültig. Dorian Cevis legte in der 69. Minute nach und sorgte später mit seinem zweiten Treffer in der Schlussphase für den klaren Endstand.
Der Titelgewinn war jedoch kein Selbstläufer. Parallel setzte sich FC Carl Zeiss Jena mit 2:0 gegen Rot-Weiß Erfurt durch und hielt Lok Leipzig damit bis in die Schlussphase unter Druck. Weil Jena zwischenzeitlich ebenfalls in Führung lag, brauchte Leipzig den eigenen Sieg zwingend, um die Tabelle der Regionalliga Nordost noch zu gewinnen. Am Ende reichte das 5:2, und mit dem Staffeltitel ist Lok Leipzig nun zwei Spiele von einem möglichen Aufstieg in die 3. Liga entfernt. In den Aufstiegsspielen wartet der Würzburger Kickers.
Nach der Trophäenübergabe sagte Seitz, er sei unglaublich stolz auf seine Spieler. Die Mannschaft habe immer an den Sieg geglaubt und ihn sich verdient, sagte der Trainer. Auf dem Platz passte das Bild zur Botschaft: Ein Team, das unter Druck nicht kippte, sondern im entscheidenden Moment nachlegte. Im Liveticker war der Satz kurz und passend zusammengefasst: Wir sind Meister - und das vollkommen zu Recht.
Gerade dieser Abend zeigt, wie eng die Regionalliga Tabelle am Saisonende noch war. Lok Leipzig stand nicht schon vor dem Anpfiff als sicherer Sieger fest, sondern musste sich den Titel in einem Spiel erarbeiten, das wegen Jenas Zwischenstand jede Minute neu aufgeladen wurde. Nun zählen für Leipzig nur noch die zwei Duelle gegen die Würzburger Kickers. Dort entscheidet sich, ob aus dem Staffelsieg auch der Sprung in die 3. Liga wird.

