Union Berlin hat sich mit einem klaren 4:0 gegen den FC Augsburg aus der Saison verabschiedet und der Heimspieltag an der Alten Försterei bekam damit noch einmal ein deutliches Ende. Für Marie-louise Eta war es zugleich ein Abschied aus der Bundesliga, den sie nach dem Schlusspfiff als „sehr, sehr schönen Moment“ beschrieb.
Andrej Ilic traf früh in der 10. Minute und legte in der 42. Minute noch vor der Pause nach. Nach dem Seitenwechsel erhöhte András Schäfer in der 54. Minute, ehe Jeong Woo-yeong in der 89. Minute den Endstand herstellte. Für Union war es der erste Heimsieg der Saison, für Augsburg dagegen das Spiel, das die letzte Tür nach Europa zuschlug.
Union hatte vor dem Anpfiff in der Tabelle nichts mehr zu verlieren. Der Klub stand bereits bei 39 Punkten und beendete die Spielzeit auf dem 11. Platz. Augsburg kam am Ende auf 43 Punkte und Platz 9, verpasste damit aber dennoch einen europäischen Startplatz. Die Mannschaft von Manuel Baum brauchte in Berlin zwingend einen Sieg, um die Chance auf die Conference League am Leben zu halten; zusätzlich war sie auf ein Ergebnis von SC Freiburg gegen RB Leipzig angewiesen.
Baum fand nach dem Spiel deutliche Worte. Die Niederlage sei total verdient gewesen, sagte er, und selbst ein anderer Abend hätte am Ende wohl nicht gereicht, wenn man die übrigen Resultate betrachtet. Genau darin lag der Bruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Augsburg reiste mit Europahoffnung an und ging mit einer deutlichen Niederlage und ohne das erhoffte Ticket wieder nach Hause.
Für Union war der Abend weit mehr als nur ein später Erfolg. Der erste Heimsieg der Saison kam genau im letzten Spiel, und er kam in einer Partie, die von Beginn an klar in eine Richtung lief. Dass Marie-louise Eta diesen Abschluss mit einem Erfolg vor eigenem Publikum erlebte, gab dem letzten Bundesligaspiel der Berliner noch einmal Gewicht. Der Klub beendet die Saison unten im gesicherten Mittelfeld, Augsburg knapp darüber, aber ohne die Belohnung, auf die der Klub gehofft hatte.
