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Esc Israel 2026: Hunderte protestieren in Wien gegen Israels Teilnahme

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Hunderte Menschen haben am Samstagnachmittag in Wien gegen die Teilnahme Israels am Song Contest demonstriert. Der Zug startete um 14.00 Uhr am Christian-Broda-Platz beim Westbahnhof, führte über die Schmelzbrücke hinter die Stadthalle und blieb nach Angaben der Polizei friedlich.

Am Ende der Kundgebung gegen 17.00 Uhr wurde Pyrotechnik abgebrannt, außerdem kletterten kurz zwei Demonstranten auf ein Gerüst. Die Versammlung ging dennoch ohne Festnahmen oder größere Zwischenfälle zu Ende. Unter den Teilnehmern war auch . Er nannte die israelische Teilnahme eine „Schande“ und sagte, sie sei ein Versuch, „Völkermord zu normalisieren“. „Wir sind vereint in der Liebe, wir sind vereint im Frieden, aber wir sind nicht vereint im Genozid“, sagte er vor den Demonstranten. Die Organisatoren von „“ kritisierten die Teilnahme Israels ebenfalls.

Die Kundgebung fiel auf einen Abend, an dem das ESC-Finale die Woche politischer Nebenwirkungen beschloss. Fünf Länder hatten ihre Teilnahme wegen Israels zurückgezogen, einige Sender boykottierten den Wettbewerb. Schon am Freitag hatte es in Wien einen „“ gegeben. Der Streit um den Auftritt Israels setzte sich damit auch am Finalwochenende auf der Straße fort.

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Parallel dazu kam es am Urban-Loritz-Platz zu einem weiteren Schwerpunkt. Dort veranstalteten das und von 14.00 bis 21.00 Uhr eine Kundgebung und einen Infostand und verteilten einen Leitfaden mit dem Titel „12 Punkte gegen Antisemitismus“. Am Abend meldete die Polizei zudem einen Zwischenfall bei der Hauptbibliothek: Bei einer unangemeldeten Versammlung nahm sie 14 vermummte Teilnehmer fest, weil sie ihre Vermummung trotz Aufforderung nicht ablegten.

Damit blieb Wien an einem ESC-Samstag zwischen Protest, Gegenprotest und Polizeieinsatz gefangen. Die Demonstration gegen Israels Teilnahme verlief zwar geordnet, doch die parallelen Kundgebungen zeigten, wie tief der Konflikt um das Finale über die Musik hinaus in die Stadt hineinwirkte.

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