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Salzburg Marathon: 2500 Starter und zwei Ex-Profis mit besonderen Geschichten

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Am Sonntag starten 2500 Menschen bei dem von der Staatsbrücke. Die Mehrheit steht dabei zum ersten Mal an der Linie über die 42,195 Kilometer.

Mit und sind aber auch zwei Namen dabei, die den Lauf anders sehen als die meisten anderen. Beide wollen den Sonntag als Ausgleich zum Alltag nutzen. Wutti sagte dazu: „Da ist ein ganz anderer Druck da“.

Wutti war im April die schnellste Österreicherin beim und arbeitet inzwischen neben dem Sport. Für August ist sie für die qualifiziert. Für sie ist der Auftritt in Salzburg deshalb nicht nur ein weiterer Start, sondern auch ein Formtest in einer Phase, in der Leistung und Alltag nebeneinanderstehen.

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Hollaus war 15 Jahre lang als Triathlet aktiv und will am Sonntag seinen Sieg aus dem Jahr 2025 über die volle Marathondistanz wiederholen. Er sagt, nur durch Unterstützung habe er das überhaupt machen können. Auch Herzog kennt diese Seite des Sports. Er beendete seine Karriere 2025 und sagt, Laufen sei für ihn immer ein Ventil zum Ausgleich gewesen.

Herzog spricht offen darüber, wie sehr der Weg im Spitzensport von mehr abhängen kann als nur von Training. Er habe seine Karriere genossen und geschätzt, sagte er, aber es habe auch Kontakte zu den richtigen Namen gebraucht. In seinen Anfängen sei er oft abgeblitzt, wenn er irgendwo nach Laufschuhen gefragt habe. Gleichzeitig betonte er, dass er gut davon leben habe können und sich mit starken Partnern und Sponsoren ein finanzielles Polster aufbauen konnte. Die sei seine Basis gewesen.

Genau darin liegt der Kontrast, den der Salzburg Marathon an diesem Wochenende sichtbar macht. Für die meisten der 2500 Starter ist der Lauf ein einmaliges oder zumindest neues Erlebnis. Für Wutti, Herzog und Hollaus ist er auch ein Blick auf das, was nach einer Karriere bleibt: der Sport als Rhythmus, als Arbeit am Körper, aber eben auch als Schutzraum vor dem Rest des Lebens.

Wie weit die drei am Sonntag kommen, ist offen. Klar ist nur, dass der Lauf für sie nicht bei der Ziellinie endet. Für Wutti geht es um die nächste Prüfung vor Birmingham, für Hollaus um die Wiederholung seines Vorjahreserfolgs, und für Herzog um die Erinnerung daran, dass ein sportliches Leben nicht nur auf Zeiten, sondern auch auf Strukturen gebaut wird.

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