Racing beobachtet Clemente Montes nach Angaben von Luciano Aued sehr genau. Der frühere Mittelfeldspieler sagte auf Radio ADN, dass der Klub aus Avellaneda den Angreifer von Universidad Católica auf der Liste habe und ihn gemeinsam mit Gonzalo Tapia verfolge.
Aued machte die Spur nicht klein. Er sagte, es sei wichtig, internationale Wettbewerbe zu spielen, weil die größeren Klubs aus Südamerika dann auf die Spieler schauen. Über Montes sagte er: Er habe „eine gewaltige Physis“ und beginne zudem, Spielzüge besser zu Ende zu bringen. Das ist für einen Spieler, der sich unter Daniel Garnero längst zum unangefochtenen Stammspieler entwickelt hat, ein weiteres Argument in einem Markt, in dem solche Profile rar sind.
Für Universidad Católica kommt die Nachricht in einer Phase, in der jeder Punkt zählt. Das Team stand zum Zeitpunkt der Berichterstattung bei 17 Punkten und versuchte, vor dem Ende der ersten Runde einen Rückstand von 7 Punkten auf Colo Colo zu verkürzen. Während der Klub also im Campeonato Nacional 2026 um den Anschluss kämpft, werden seine Leistungsträger zugleich von außen beobachtet.
Die Geschichte passt in ein Muster, das Racing mit Spielern aus Universidad Católica bereits früher verfolgt hat. Zwischen 2021 und 2022 hatte Fernando Gago Ignacio Saavedra persönlich angerufen, um ihn zu Racing zu holen. Der Wechsel kam damals nicht zustande. Aued sagte nun über Montes in ähnlichem Ton: „Ich würde mir wünschen, dass er hier ist.“
Gerade darin liegt der Reiz des Vorgangs. Es geht nicht um ein Gerücht aus zweiter Hand, sondern um einen Klub, der sich offenkundig seit geraumer Zeit Namen aus Chile ansieht und die eigenen Kontakte nutzt, sobald ein Profil passt. Montes erfüllt aus Sicht von Aued gleich mehrere Kriterien: körperliche Präsenz, wachsende Effizienz im Abschluss und die Sichtbarkeit, die internationale Einsätze mit sich bringen.
Ob Racing daraus im Wintertransfermarkt 2026 tatsächlich einen Vorstoß macht, ist offen. Sicher ist nur, dass Montes bei Universidad Católica inzwischen zu den Spielern gehört, die nicht mehr übersehen werden. Und in einem Team, das noch auf der Jagd nach Punkten und Platzierungen ist, wird jeder zusätzliche Blick von außen auch zur Prüfung für den Klub selbst.

