Feuerschwanz hat den deutschen Vorentscheid für den Esc 2025 verloren und fährt nicht zum Finale nach Basel. Die Band war eine von 24 Acts, die am 17. Mai 2025 um einen Platz im ESC-Finale kämpften, und war nach einem glatten Lauf durch die erste Runde bis ins Halbfinale gekommen.
Die Gruppe hatte sich in dem von Stefan Raab zur „Chefsache“ erklärten Auswahlverfahren Hoffnungen gemacht. Vier „Chefsache“-Shows waren angesetzt, und für den Finalabend wurde kurz vor Schluss die Regel geändert: Nicht mehr das Publikum allein sollte entscheiden, sondern zusätzlich eine Jury. Diese Änderung fiel in eine Phase, in der Feuerschwanz mit „Knightclub“ längst zu den auffälligeren Namen der Runde gehörte. Der Song war in der Fränkischen Schweiz von Simon Michael produziert worden, dem Drummer und Produzenten von Subway to Sally.
Gerade weil Feuerschwanz als Show-Act galt, war die Enttäuschung nach der Entscheidung besonders laut. Fans schrieben in sozialen Medien von „Schiebung“ und vom „größten Beschiss ever“. Die Band selbst hatte auf Rückenwind gesetzt; unter Anhängern kursierte sogar der Satz „Raab mag uns“. Am Ende reichte es dennoch nicht für das Ticket nach Basel. Statt Feuerschwanz setzten sich Abor & Tynna durch und vertraten Deutschland bei der Endrunde in der Schweiz.
Der Streit um den Finalabend bekam im Mai 2025 neues Gewicht, weil die späte Regeländerung für viele wie ein Eingriff in einen bereits laufenden Wettbewerb wirkte. Genau dort liegt der Kern des Ärgers: Nicht dass Feuerschwanz verlor, sondern wie das Ergebnis zustande kam. Für die Band bleibt damit ein verpasster ESC-Auftritt in Basel, für Raabs „Chefsache“ ein Vorentscheid, der wegen der veränderten Regeln und der heftigen Fan-Reaktion noch länger nachhallte.
Im weiteren Rahmen steht der Fall für die nervöse Suche des deutschen ESC-Teams nach einem tragfähigen Weg zwischen Publikumswirksamkeit und Juryurteil. Der Blick nach Nürnberg 2026 gehört schon zur nächsten Runde der Debatte, doch die eigentliche Geschichte ist entschieden: Feuerschwanz war nah dran, bekam am Ende aber nicht das deutsche ESC-Ticket für Basel.
