Janet Jacksons Rhythm Nation 1814 wurde am Freitag, dem 8. Mai, in die Grammy Hall of Fame aufgenommen. Die Ehrung fand im Beverly Hilton Hotel in Beverly Hills, Kalifornien, statt und rückt ein Album in den Mittelpunkt, das Jacksons Karriere 1989 in eine neue Richtung lenkte.
Die Auszeichnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Billboard die Woche vor ihrem 60. Geburtstag am Samstag, dem 16. Mai, als Janet Jackson Week markiert hatte. Für eine Künstlerin, deren Werk die Mitte der 1980er-Jahre bis in die frühen 2000er-Jahre prägte, ist der neue Ehrenplatz eine weitere Bestätigung ihres Gewichts in der Popgeschichte. Rhythm Nation 1814 war bereits 2020 in das National Recording Registry aufgenommen worden.
Der musikalische Schritt, der das Album definierte, war damals alles andere als selbstverständlich. Auf den Titeln Rhythm Nation und State of the World wandte sich Jackson explizit sozialen Kommentaren zu, während A&M-Führungskräfte Berichten zufolge nervös über diese Richtungsänderung waren. Doch gerade diese Entscheidung machte das Album zu mehr als einer Fortsetzung ihres Durchbruchs Control, auf dem Jackson sang, sie wolle diejenige sein, die ihr Leben und ihre Entscheidungen kontrolliert.
Die Hall-of-Fame-Aufnahme lenkt auch den Blick auf eine Karriere, die von Auszeichnungen und ungewöhnlichen Grammy-Momenten geprägt ist. Jackson hat fünf Grammy Awards gewonnen, aber nur eine Nominierung als Hauptkünstlerin in einer Big-Four-Kategorie erhalten. Sie wurde in fünf verschiedenen Musikgenres und in fünf beruflichen Funktionen nominiert, eine Breite, die in der Branche selten ist. Als Control 1986 für das Album des Jahres nominiert wurde, war Jackson 20 und damit bis dahin die jüngste Solokünstlerin, die diese Nominierung erhalten hatte.
Ihre Grammy-Geschichte reicht zurück bis zum 29. Grammy Awards am 24. Februar 1987 im Shrine Auditorium in Los Angeles, als sie What Have You Done for Me Lately aufführte. Drei Jahre später, bei den 32. Grammy Awards, war sie gemeinsam mit Jimmy Jam und Terry Lewis für den Preis als Produzent des Jahres, nicht klassisch, nominiert. Jackson war damit die erste Frau mit Solo-Billing in dieser Kategorie; zuvor waren Wendy Melvoin und Lisa Coleman 1985 als Mitglieder von Prince & the R. nominiert worden.
Auch jenseits der Grammys bleibt ihr Katalog außergewöhnlich stark. Jackson hat 27 Top-10-Hits in der Billboard Hot 100, und bei allen bis auf vier dieser Songs war sie als Autorin oder Co-Autorin beteiligt. Dass Rhythm Nation 1814 nun in die Grammy Hall of Fame aufgenommen wurde, beantwortet deshalb vor allem eine Frage: Dieses Album war nicht nur ein Erfolg seiner Zeit, sondern eines der Werke, die Jacksons Platz in der Musikgeschichte festgeschrieben haben.
