Newcastle United hat West Ham United am Sonntag mit 3:1 besiegt und damit den Druck auf die Londoner im Abstiegskampf weiter erhöht. Nick Woltemade brachte Newcastle in der 15. Minute in Führung, William Osula legte in der 19. Minute nach und traf in der 69. Minute noch einmal.
West Ham kam durch Taty Castellanos nur noch zum 1:3, mehr war an diesem Nachmittag nicht drin. Für Woltemade war es das erste Liga-Tor seit seinem Doppelpack gegen Chelsea im Dezember, als Newcastle sich 2:2 trennte. Der Treffer kam für ihn zu einem Zeitpunkt, an dem Newcastle auf eine Antwort von einem Spieler hoffte, der in dieser Saison schon 50 Spiele, 11 Tore und 5 Assists verbucht hat.
Nach dem Spiel fand Nuno Espírito Santo deutliche Worte. Es sei eine schlechte Leistung und ein schlechter Tag für seine Mannschaft gewesen, sagte er sinngemäß. Zugleich versuchte er, den Blick nach vorn zu richten: West Ham sei noch im Rennen, am Dienstag solle man abwarten, auch wenn es schwierig sei, gebe es Hoffnung. Später sprach er von einer verpassten Chance.
Genau darin liegt der Kern dieses Ergebnisses. West Ham bleibt nach der Niederlage zwei Punkte hinter der Sicherheitszone zurück und muss darauf hoffen, dass sich die Lage durch das Spiel von Chelsea gegen Tottenham Hotspur am Dienstag etwas zu seinen Gunsten verschiebt. Tottenham geht mit einer Tordifferenz von -9 in diesen Abschnitt, West Ham mit -22 — ein Unterschied, der im engen Tabellenkeller schwerer wiegt als ein einzelner Sieg.
Die Ausgangslage erklärt, warum dieser Sonntag mehr war als nur ein weiterer von vielen Premier-League-Spielen. West Ham steckt weiter mitten im Abstiegskampf, und jeder Rückschlag macht den Weg aus dieser Zone enger. Newcastle nutzte dagegen seine frühen Chancen mit der Effizienz, die in solchen Partien oft den Ausschlag gibt. Für West Ham bleibt jetzt vor allem die Frage, ob die nötige Hilfe von außen kommt, bevor die eigenen Fehler zu viel Abstand nach oben entstehen lassen.

