Deutschland hat bei der Eishockey-WM gegen die Schweiz den nächsten Rückschlag kassiert und nach zwei Niederlagen den dringend nötigen Punktgewinn verpasst. Das DEB-Team verlor am Ende deutlich mit 0:6, nachdem die Partie im zweiten Drittel völlig gekippt war.
Den Unterschied machten die Schweizer in einer Phase, in der sie in weniger als 13 Minuten fünf Treffer erzielten. In der 39. Minute traf Josi zum 0:6, ehe das zweite Drittel in der 40. Minute endete und die Schweizer Gastgeber mit einem klaren Polster in die Pause gingen. Für Deutschland war das der Moment, in dem aus einem ohnehin schwierigen Spiel ein Debakel wurde.
Vor der Partie stand die Auswahl bereits nach zwei Niederlagen unter Druck. Gegen die Schweiz musste das DEB-Team punkten, um im Turnier nicht früh den Anschluss zu verlieren. Stattdessen brach die Mannschaft laut dem Liveticker im zweiten Drittel ein, nachdem die Schweiz in Unterzahl in Führung gegangen war. Die Aufgabe war auch deshalb heikel, weil Deutschland beim Gastgeber antreten musste und damit in einer Atmosphäre spielte, in der jeder Fehler sofort bestraft wurde.
Im letzten Drittel setzte sich das Bild zunächst fort. In der 46. Minute traf Andrighetto aus kürzester Distanz zum halben Dutzend. Deutschland geriet in der 52. Minute wegen eines Fouls von Gawanke für zwei Minuten in Unterzahl, und Stettmer parierte in der 53. Minute gegen Meier. Kurz darauf traf Andrighetto den Pfosten und die Latte, ehe Thürkauf in der 54. Minute aus kürzester Distanz vergab. Das war kein Spiel mehr, das Deutschland noch drehen konnte; es war eines, in dem die Schweiz selbst dann noch Möglichkeiten sammelte, als das Ergebnis längst entschieden war.
Für Deutschland bleibt nach dieser Niederlage nur die Erkenntnis, dass der nächste Auftritt keine Entlastung, sondern den nächsten Prüfstein bringen wird. Wer nach zwei Niederlagen so deutlich verliert, muss im weiteren Turnierverlauf nicht nur Punkte holen, sondern vor allem zeigen, dass die Mannschaft auf Druck überhaupt noch eine Antwort hat.

